Alle Artikel in: Nachdenkenswertes

10 Dinge, die ich nur für mich mache

10 Dinge, die ich gerne mache. Nur für mich. Diese aufzuzählen sollte nicht schwer sein. Ein langes Bad nehmen, ohne unterbrochen zu werden. Einen sinnlosen Belletristik Roman zu lesen, der nichts weiter kann, außer zu unterhalten. Ins Kino gehen. Obwohl ich nach zigtausenden Netflix Serien es kaum noch schaffe, einen ganzen Film ohne Unterbrechung anzuschauen. In die Karibik fliegen. Oder nach Kuba. Oder noch besser, nach Island. Aber es wäre noch schöner, ich könnte die Kinder mitnehmen. Also vielleicht lieber nur ein Wellnesswochenende. … … … 10 Dinge erscheinen gar nicht viel und doch scheinen sie viel zu viel. Als hätte ich verlernt, was mir gefällt und wer ich bin. Ohne Kinder. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, alles in Rekordgeschwindigkeit zu machen, alles unter einen Hut zu bekommen, Multitaskingmäßg Job, Kinder, Haushalt, das Geburtstagsgeschenk und die volle Windel abzuarbeiten, dass wir, sollten die Kinder irgendwann flügge werden, gar nicht mehr wissen werden, was wir mit der ganzen Zeit anfangen sollen.   Zwischen Wäschebergen und Sorgenmonstern Dieser Prozess kommt schleichend. Und er startet im …

Kleine Zicke, Haustyrann – warum unser Blick aufs Kind entscheidend ist

Boah – jetzt mach doch bitte nicht so ein Theater. Ich stehe mit meinem Kind vor der Kita und eigentlich könnte alles so schön sein. Die Lieblingserzieherin kommt uns an der Tür entgegen, die Sonne scheint und wir sind ausnahmsweise mal richtig pünktlich. Doch das Kind möchte nicht in die Kita. Heute nicht. Denn genau an diesem Morgen hat es beschlossen, dass es die Kita doof findet. Da hilft alles nicht. Die warmen und wertschätzenden Worte der Lieblingserzieherin verhallen, genau wie mein langsam etwas verzweifelt werdendes Bitten und Überreden. Das Kind klammert sich an mich und möchte keinen Meter gehen. Die hat dich ganz schön im Griff, sagt eine andere Mutter, die mich und das Kind zwar kaum kennt, aber unsere Szene trotzdem nicht unkommentiert lassen kann. Im Griff – hämmert es in meinem Kopf. Sie manipuliert mich. Sie macht Theater. Mein Herz schlägt mittlerweile bis zum Hals und mein Magen beginnt, sich unschön anzuspannen, als erwarte er, gleich von einem Basketball getroffen zu werden. Jetzt geh da halt rein, möchte ich brüllen. Oder besser …

Zwischen Glückssprudeln und Post-Pandemie Gefühlen

„Mama, was steht da auf dem Buch?“ „Da geht es um Glück.“ „Wieso lesen Erwachsene so etwas?“ „Weil sie verlernt haben, glücklich zu sein, oder das Glück nicht mehr erkennen können. Was hat dich denn heute glücklich gemacht?“ „Der Pool. Und die Melone.“   In den vergangenen Wochen habe ich immer mal dieses ganz tiefe Glückskribbeln im Magen gespürt. Wenn ich auf unserer Terrasse saß, die Vögel zwitscherten und die Sonne mir warm auf die Beine brannte. Diese Dankbarkeit für unseren Garten, die neue Sitzlounge, meine Kinder, meinen Job und über alles was ich erreicht habe, zauberte mir ein Lachen aufs Gesicht. Die vielen Jahre in denen ich hart an mir gearbeitet habe. Die vielen Momente der Tränen. Die Durststrecken und Wüstenstrecken meines Lebens, in denen ich an mir zweifelte und nicht weiter wusste. Die vielen Charakterschulungen und dieser harte Weg hin zu Selbstliebe und die viele Ehrlichkeit auch gegenüber mir selbst, die mich verändert hat. All das mündete in einem dieser Momente auf unserer Terrasse mitten im glucksenden Lachen der Kinder, die sich mit …

Mein Wort für 2020: MUT

“Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber. Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furcht besiegt.” – Nelson Mandela   Mut. Mutausbruch. Das wird mein Wort für dieses Jahr.   Ich nehme mir jedes Jahr ein Wort vor. Letztes Jahr war es Kraft. Und ja, ich setze mir auch Jahresziele um einen Fokus zu haben und um mir im Dezember einmal ganz kräftig auf die Schulter zu klopfen und zu sehen, was ich alles gemacht habe. Denn das geht im Alltag oft unter. Ich merke, dass mich Angst oft lähmt und zurück hält. Ich bin ein ängstlicher Mensch. Ich habe vor allem unterschwellig Angst. Ich habe Angst zu versagen, Angst vor Krankheiten, Angst, dass ich als Mutter nicht alles gebe, Angst, keine gute Freundin zu sein… ich könnte die Liste endlos fortführen. Das Wichtigste ist aber: Ich habe mich entschlossen, trotzdem mutig zu sein. Mein Arbeitspensum dieses Jahr ist groß und gewaltig. Wie ein riesiger Berg. Ich brauche Mut, um ihn …

Wie viel tu ich mir gut? Wie gehe ich mit Erwartungen um?

Viel zu oft komme ich als Frau, als Priska, in all dem vollen Alltag zu kurz. Das geht dem Mann nicht anders. Es ist ein ständiges Abwägen, Organisieren, Aufraffen und ein beständiges Dran-Bleiben. Als ich nur ein Kind hatte, war ich beständig bemüht, „mich nicht zu verlieren“. Ich hatte feste Abende, bei denen ich mit Freunden tanzen ging, wir gingen auf WG Partys, ich war im Nagelstudio, shoppen und hatte feste Beautyabende. Ich ging sogar 2x pro Woche ins Fitnessstudio. Die Vorstellung, mich zu verlieren, „nur noch Mama“ zu sein, gruselte mich. Ich war mit Sicherheit eine dieser coolen Mütter, denen man nicht ansieht, dass sie Mama sind. Die Wahrheit ist aber: Ich hatte auf jeden Fall Stress. Stress, mich nicht zu verlieren. Und durch diesen Stress, konnte ich in der Mama-Rolle gar nicht komplett aufgehen. Ich fühlte mich zerrissen. Erst als ich nochmal schwanger wurde, konnte ich mich fallen lassen. Ich war mit Leib &Seele Mutter. Ich shoppte nicht mehr, es war mir alles ziemlich egal. Ich wollte nicht mehr ausgehen, ich wollte nur …

Define: mother

In der aktuellen Zeitschrift family haben Sophie Kröher, die Fotografin, und ich, 3 Frauen portraitiert, die ihre Kinder haben gehen lassen müssen. Die Frage über allem ist: Ab wann ist man Mutter, und wie lange ist man Mutter? Und für wie viele Kinder? Und wie kann man mit diesem Schmerz umgehen, wie kann man weiterleben, wenn das eigene Kind vor einem von dieser Welt gehen muss? —————————————— Sophie hat daraus ein sehr berührendes Projekt namens define:mother geschaffen, indem sie auf der einen Seite Frauen eine Plattform gibt, um über ihren Verlust zu sprechen und andererseits Frauen, die ebenfalls betroffen sind, ermutigen will. Sie sind nicht allein. Und wenn die Gesellschaft feinfühliger wird, sich mehr mit diesem Thema befasst, dann können wir alle offener über Verlust sprechen und Schmerz aushalten. Denn Schmerz gehört zu diesem Leben unweigerlich dazu. Sophie hat aber nicht „einfach so“ dieses Projekt gestartet, sondern sie ist selbst betroffen und selbst eine Mutter, die ihr Kind zu früh verabschieden musste. Hier ist ihre Geschichte. ———————————- Als Sophie Anfang 20 war, wurde sie schwanger. …

Die Angst in mir

*enthält Werbeverlinkungen In den letzten Wochen ist mir bewusst geworden, wie viel Angst ich mit mir herumschleppe. Angst vor Naturgewalten, vor Klimakatastrophen und vor Weltpolitischen Dingen, die ich nicht beeinflussen kann. Ich habe Angst um meine Kinder im Allgemeinen und im Speziellen. Ich habe Angst, dass sie in der Schule Probleme haben könnten, dass sie sich als angehende Frau nicht wohl fühlen könnten. Ich habe Angst, ihnen kein gutes Vorbild zu sein. Angst, gravierende Erziehunhgsfehler zu begehen, die mir gar nicht bewusst sind. Ich habe Angst, dass ihnen etwas zustoßen könnte. Angst, dass ihnen an Leib, Seele und Geist, Schaden zugefügt wird. Ich habe Angst, dass sie eine unbekannte Allergie haben, dann genau dieses Produkt essen und mit Allergieschock im Krankenhaus landen (hatten wir schon, daher auch nicht unbegründet). Ich habe Angst, dass sie stürzen und hinfallen könnten. Angst, dass der Musiklehrer grob mit ihnen schimpft weil sie zu wenig geübt haben. Ich habe Angst, um Finanzen, vor Einruch, vor Krankheit und vor meinem allgemeinen und speziellen Versagen. Nun ist es raus. Man mag es …

Schwangerschaftsabbruch – fangt endlich an zu reden!

Unser Leben schwankt zwischen einfältigen und leichten Gedanken. Wir überlegen uns, welches Eis wir essen können, welches Sandspielzeug am Besten geeignet ist, wie wir die Flecken aus dem Sofa bekommen oder was wir bei der aktuellen Hitze essen könnten. Diese Themen haben durchaus ihre Berechtigung und lassen uns mit leichten Wellen durchs Leben schaukeln. Daher gibt es diese Themen hier auch auf der Homepage, denn auch sie bewegen meinen Alltag. Man kann nicht mal sagen, dass diese Themen nicht wichtig sind, denn mit Kindern ist es mehr als wichtig, dass unser Alltag leicht und unkompliziert ist, damit wir bessere Eltern sein können. Doch es gibt auch Themen, die beschäftigen uns und dann gehen sie irgendwie unter im vollen Alltag. Aber, hier ist der Punkt. Wir dürfen ihnen nicht ausweichen. Wir müssen sie aushalten und müssen diskutieren, dürfen respektvoll streiten und gegensätzliche Meinungen tolerieren. Toleranz kommt übrigens vom lateinischen Wort tolerare=ertragen. Selbst wenn es schwer ist, ertrage ich eine andere Meinung. Schwangerschaftsabbruch – die persönliche Story In den letzten Wochen ploppt in meiner Gegenwart immer wieder …

Das Leben ist weder planbar noch voller Zuckerwatte. Oder?

„Wenn wir halbwegs durch dieses Leben kommen, können wir uns glücklich schätzen.“ Diesen Satz schrieb ich heute einer lieben Freundin. Je älter ich werde, desto mehr wird mir bewusst: Wir können das Leben nicht beherrschen. Es macht mit uns, was es will. Wir ernähren uns gesund, wir machen Sport, wir heiraten, wir bekommen Kinder und lesen Eriehungsbücher… wir vesuchen, es bestmöglich hinzubekommen. Es: Unser Leben. Wir stehen jeden Morgen auf. Schmieren Schulbrote, verteilen Abschiedsküsse. Wir beten. Wir statten unsere Kinder mit GPS Uhren aus, um das Risiko der Gefahren gering zu halten. Wir begeben uns täglich in einen Spagat zwischen Gefahren und dem Wunsch einer wilden, unbeschwerten Kindheit mit aufgeschrammten Knien. Wir versuchen, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Selbstverwirklichung und gleichzeitig Erfolg und Demut. Die ganzen Jahre sind ein stetiger Versuch, die Balance zu halten. Erfolg und finanzielle Sicherheit und Freunde, Freizeit und Familie. Gesundheit.   Wir sind menschlich. Und wir merken: Wir sind menschlich. Voller Versagen. Nicht nur, dass wir eigene Charakterschwächen in uns tragen. Sondern wir straucheln auch an anderen …

Mamas und Moneten – eine Expertin spricht

  Franzi ist 33, Mama und arbeitet bei einem großen deutschen Kreditinstitut. Eigentlich habe ich sie getroffen, weil ich ihren Kleidungsstil liebe und diesen euch vorstellen wollte. Aber noch viel spannender und noch viel mehr Mehrwert bietet euch ihr Wissen über Finanzen, dass sie wunderbarerweise mit mir und euch teilt. Für euch hat sie einige meiner Fragen beantwortet 1.Frauen verlassen sich in Finanzdingen gern auf den Mann, sagen, sie sind in Mathe nicht gut. Wie kann denn eine Frau, die keine Ahnung hat von Finanzen, diese für sich sortieren? Frauen sind tatsächlich oft benachteiligt, was Finanzen betrifft, weil Frauen sich meistens um die Kinder kümmern und dadurch gern die Finanzen an den Mann abschieben. Wenn man für das Thema gar nicht affin ist, ist es umso schwieriger. Es wäre sinnvoll, sich mal mit einem Bänker oder einem Versicherungsberater gemeinsam hinzusetzen. Dabei gilt aber immer: Wenn ich bei etwas kein gutes Bauchgefühl habe oder ich nicht verstehe, was ich da abschließe, ist es kein Problem zu sagen: “Ich muss darüber nachdenken.” Eine Idee kann auch sein, …