Alle Artikel in: Elternzeit

Wieso Frauen als Mütter Superkräfte haben

Werbung Wie entstehen eigentlich Mütter? Tatsächlich stattet die Natur werdende Mütter mit physischen und psychischen Superkräften aus. Das Gehirn wird während Schwangerschaft und Stillzeit komplett neu strukturiert. So etwas passiert vorher nur in der Pubertät! Mit wissenschaftlichen Fakten und trotzdem leicht zu lesen, erzählt die Autorin Abigail Tucker wie aus starken Frauen Superheldinnen werden. Das Buch könnt ihr für 17,99 hier kaufen*. Das Interview habe ich mit ihr auf Englisch geführt und dann für euch übersetzt.   Was sind das für Hormone, die eine Mutter zur Mutter machen? What are these hormones that make a mother a mother?   Die Hormone der Schwangerschaft, der Geburt und der Stillzeit wirken alle zusammen, um das mütterliche Verhalten bei Säugetieren, auch beim Menschen, in Gang zu setzen. Substanzen wie Östrogen und Prolaktin wirken nicht nur auf den schwangeren Körper, sondern auch im Gehirn als Neurotransmitter und verändern so die Art, wie wir verdrahtet sind. Wissenschaftler interessieren sich besonders für Oxytocin, das Hormon der “schnellen Geburt”, das die Uteruskontraktionen und den Milcheinschuss bei frischgebackenen Müttern steuert, aber auch mit …

Mit oder ohne Wunschkind

Ich bin Anna Koppri (39). Mit meinem Mann und inzwischen auch zwei kleinen, wilden Rabauken lebe ich in Berlin. Dass ich heute mit den Kindern im Kleingarten buddeln, Eis essen und Spielplätze unsicher machen kann, ist nicht selbstverständlich und hat eine Vorgeschichte. Kinder wünsche ich mir schon, so lange ich denken kann. Als junger Mensch hört man ja immer nur, man solle bloß gut aufpassen, nicht plötzlich schwanger zu werden. Dass schwanger werden oft ganz und gar nicht plötzlich passiert, sondern zu einem qualvollen Weg voll Hoffen, Bangen und Enttäuschung werden kann, habe ich erst später erfahren. Lange habe ich mich in meiner Not sehr allein und unverstanden gefühlt, weshalb ich später beschlossen habe, Kinderwunschgeschichten in meinem Buch “Mit oder ohne Wunschkind” * zu sammeln. Ich würde mir wünschen, dass die Leser*innen meines Buches sich verstanden und begleitet fühlen und gleichzeitig inspiriert werden. Die Paare im Buch haben für sich letztlich alle einen guten Umgang mit dem Thema gefunden. Manche sind kinderlos geblieben, andere haben noch Kinder bekommen oder Pflegekinder aufgenommen. Allen gemeinsam ist, dass …

Urlaub mal anders

Lisa-Maria lebt mit Mann und zwei Kindern in Chemnitz. Sie ist Psychologin, Familientherapeutin und Journalistin. Nebenbei gibt sie auch gern Nachhilfe. Sie liebt eine gute Balance zwischen Familienzeit und Auszeit für sich selbst, Zeit zum Schreiben, Musik machen, Lesen, Nähen, Städtetrips und das Kaufen von Second Hand Kleidung.   Endlich Urlaub! – Das war mein Gedanke, als nach Lockdown-Wahnsinn, „Brandlösch“-Alltag, zahlreichen Überstunden und schlaflosen Baby-Nächten der lang ersehnte Urlaub anstand. Erst ein paar Tage Erholung und „betüddeln“ lassen bei den Schwiegereltern, danach fünf Tage Ostsee mit meinen Eltern, die sich schon sehr auf ihre Aufgabe als Enkelsitter freuten. Doch dann kam alles anders als gedacht… Autofahrten, die sind lustig… Der erste Urlaubstag begann damit, dass sich unsere Tochter in der Nacht in ihrem Bett übergeben hatte, was ich erst am Morgen feststellte… Also kurz vor dem Losfahren das Bett neu beziehen und Bettwäsche waschen. Dann konnte es losgehen. Doch auch die Autofahrt, eigentlich nur fünf Stunden, war von Urlaub meilenweit entfernt. Gefühlt alle fünf Minuten mussten wir anhalten, weil eines der Kinder irgendein Problem hatte. …

Glanzlose Mamatage – und was ich dennoch aus ihnen lernen kann

Lisa-Maria lebt mit Mann und zwei Kindern in Chemnitz. Sie ist Psychologin, Familientherapeutin und Journalistin. Nebenbei gibt sie auch gern Nachhilfe. Sie liebt eine gute Balance zwischen Familienzeit und Auszeit für sich selbst, Zeit zum Schreiben, Musik machen, Lesen, Nähen, Städtetrips und das Kaufen von Second Hand Kleidung. Da war er mal wieder: Einer dieser Tage, die nicht gerade zu meinen Glanzstunden als Mama zählen und für die ich auch ganz sicher keinen Preis als „Mutter des Jahres“ verdiene. Nach 2 Wochen mehr oder weniger Auszeit durch Urlaub und Krankheit und einem nahezu kinderfreien Geburtstagswochenende ging mein Mann das erste Mal wieder auf Arbeit. Unsere Tochter durfte noch nicht wieder in die Kita, sie sollte erst ganz gesund werden. Für mich hieß das: Mama allein zu Haus mit zwei Kindern. Wieder einmal. Nichts, was ich nicht schon getan hätte. Ich wusste, ich konnte das stemmen, doch ungewohnt war es trotzdem. Und irgendwie hatte ich ein ungutes Bauchgefühl. Der Anti-Mama-Tag Der Morgen begann entspannt, das große Kind schlief lange, das kleine war wach aber zufrieden. Nachdem …

Kleine Menschlein ganz groß

Lisa-Maria lebt mit Mann und zwei Kindern in Chemnitz. Sie ist Psychologin, Familientherapeutin und Journalistin. Nebenbei gibt sie auch gern Nachhilfe. Sie liebt eine gute Balance zwischen Familienzeit und Auszeit für sich selbst, Zeit zum Schreiben, Musik machen, Lesen, Nähen, Städtetrips und das Kaufen von Second Hand Kleidung.     Vor etwa einem Monat war ich zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Elternabend. Der erste im Kindergarten unserer Tochter. Es ging um Anwesenheitslisten, Gruppenkasse, Elternräte, Infektionsschutz (völlig klar in der aktuellen Zeit), die Wahl der richtigen Sonnencreme (Warum besprechen wir dieses Thema mitten im Winter?), Wechselkleidung und Termine wie Herbstfeste und Weihnachtsfeiern. Einen thematischen Input zum Thema „Grenzen setzen“ gab es auch. Und wir Eltern bekamen sogar Hausaufgaben: Ein Blatt mit Familienfotos basteln, einen Brief für die Kindergartenzeit an unser Kind schreiben und alle Kleidungsstücke mit Namen versehen. Ich saß zwischen all den anderen Müttern und fühlte mich zugehörig und fremd zugleich. Ich hatte tatsächlich Bauchschmerzen, so aufgeregt war ich.  Vor lauter Schreck rief ich danach erst einmal meine eigene Mutter an und …

„Dein Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, es wird sich ALLES ändern.“

Lisa-Maria lebt mit Mann und zwei Kindern in Chemnitz. Sie ist Psychologin, Familientherapeutin und Journalistin. Nebenbei gibt sie auch gern Nachhilfe. Sie liebt eine gute Balance zwischen Familienzeit und Auszeit für sich selbst, Zeit zum Schreiben, Musik machen, Lesen, Nähen, Städtetrips und das Kaufen von Second Hand Kleidung.   „Dein Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, es wird sich ALLES ändern.“ – Das haben mir alle vor der Geburt meines ersten Kindes gesagt. Damals habe ich ihnen nicht geglaubt und gedacht, so schlimm wird es schon nicht werden. Heute weiß ich, sie hatten Recht. Ein Kind bringt das ganze, mehr oder weniger geregelte Leben durcheinander, der Alltag muss komplett neu strukturiert werden. Doch was mir keiner gesagt hat: Auch ein zweites Kind schafft das nochmal! Während ich diesen Artikel schreibe – und nebenbei in aller Schnelle ein Brot verschlinge –, habe ich Mühe, mit meinen kurzen Armen an die Tastatur zu kommen, da Kind Nummer 2 in der Trage auf meinem Bauch liegt und schläft. Auch Kind 1 macht gerade Mittagsschlaf. Die Tatsache, dass …

Sprecherin beim „Lass es leuchten“ Online Kongress

Werbung Ich habe heute ganz besonders aufregende Neuigkeiten für alle Mütter unter uns, die die Sehnsucht haben, ihr inneres Potential noch mehr auszuschöpfen und mit ihrer Vision in die Umsetzung zu kommen. In zwei Wochen, vom 14. bis zum 21. Oktober, findet ein kostenfreier Online- Kongress mit dem Titel „Lass es leuchten“ statt, der sich insbesondere an Mütter richtet. Ich freu mich, dass ich neben 15 anderen Expert*innen als Sprecherin mit dabei bin. Bei dem Kongress erfährst du u.a… Wie du von einer Idee in die konkrete Umsetzung kommst Welche Eigenschaften du brauchst, um ins Handeln zu kommen Wie du die göttliche Perspektive in deinen Prozess hineinnimmst Es werden Tausende von Frauen mit dabei sein. Hiermit also eine persönliche Einladung auch von mir an alle Frauen, sich dieses einmalige, kostenfreie Event voller Ermutigung, Inspiration und Herzblut nicht entgehen zu lassen.   Melde dich am besten direkt an. *Lass dich ermutigen und inspirieren, deinen Platz im Leben einzunehmen.   Priska     *Affiliate Link

Ein neues Schuljahr in der Pandemie

Die Schule geht wieder los in Sachsen. Und damit einhergehend wieder ein unsicheres Schuljahr für Schüler, Lehrer und Eltern. Zwei Wochen plant unsere Schule aktuell bezüglich aller Hygienemaßnahmen im Voraus. Angespannt bin ich. Gebe jedem meiner Schulkinder Desinfektionsmittel mit in die Schule und kaufe wieder neue Atemmasken. Bunte und bedruckte. Natürlich. Noch immer ist es keine Routine für uns. Noch immer müssen die Kinder morgens daran erinnert werden. Und irgendwie beruhigt mich das auch. Sie erinnern sich noch an ein Leben ohne Pandemie – Gedanken und spüren immer noch die Ausnahmesituation der andauernden Monate. Sicherlich kommt es auch daher, dass wir unsere letzten beiden Sommer in Skandinavien verbracht haben und die Hygienemaßnahmen dort mitunter völlig anders sind als bei uns in Deutschland. Die Kinder wären am liebsten dort geblieben. Aber es nützt nichts, das Schulsystem ruft uns zurück in den Alltag. Und wir werden auch dieses Schuljahr meistern. Es ist keine Frage, ob, sondern wie. Resilienz Resilienz ist für mich das A und O. Widerstandskraft, die nach Lösungen sucht und nicht nach Schuldigen. Kritik, Aufregen …

10 Dinge, die ich nur für mich mache

10 Dinge, die ich gerne mache. Nur für mich. Diese aufzuzählen sollte nicht schwer sein. Ein langes Bad nehmen, ohne unterbrochen zu werden. Einen sinnlosen Belletristik Roman zu lesen, der nichts weiter kann, außer zu unterhalten. Ins Kino gehen. Obwohl ich nach zigtausenden Netflix Serien es kaum noch schaffe, einen ganzen Film ohne Unterbrechung anzuschauen. In die Karibik fliegen. Oder nach Kuba. Oder noch besser, nach Island. Aber es wäre noch schöner, ich könnte die Kinder mitnehmen. Also vielleicht lieber nur ein Wellnesswochenende. … … … 10 Dinge erscheinen gar nicht viel und doch scheinen sie viel zu viel. Als hätte ich verlernt, was mir gefällt und wer ich bin. Ohne Kinder. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, alles in Rekordgeschwindigkeit zu machen, alles unter einen Hut zu bekommen, Multitaskingmäßg Job, Kinder, Haushalt, das Geburtstagsgeschenk und die volle Windel abzuarbeiten, dass wir, sollten die Kinder irgendwann flügge werden, gar nicht mehr wissen werden, was wir mit der ganzen Zeit anfangen sollen.   Zwischen Wäschebergen und Sorgenmonstern Dieser Prozess kommt schleichend. Und er startet im …

Kleine Zicke, Haustyrann – warum unser Blick aufs Kind entscheidend ist

Boah – jetzt mach doch bitte nicht so ein Theater. Ich stehe mit meinem Kind vor der Kita und eigentlich könnte alles so schön sein. Die Lieblingserzieherin kommt uns an der Tür entgegen, die Sonne scheint und wir sind ausnahmsweise mal richtig pünktlich. Doch das Kind möchte nicht in die Kita. Heute nicht. Denn genau an diesem Morgen hat es beschlossen, dass es die Kita doof findet. Da hilft alles nicht. Die warmen und wertschätzenden Worte der Lieblingserzieherin verhallen, genau wie mein langsam etwas verzweifelt werdendes Bitten und Überreden. Das Kind klammert sich an mich und möchte keinen Meter gehen. Die hat dich ganz schön im Griff, sagt eine andere Mutter, die mich und das Kind zwar kaum kennt, aber unsere Szene trotzdem nicht unkommentiert lassen kann. Im Griff – hämmert es in meinem Kopf. Sie manipuliert mich. Sie macht Theater. Mein Herz schlägt mittlerweile bis zum Hals und mein Magen beginnt, sich unschön anzuspannen, als erwarte er, gleich von einem Basketball getroffen zu werden. Jetzt geh da halt rein, möchte ich brüllen. Oder besser …