Alle Artikel in: Glaubenstalk

Define: mother

In der aktuellen Zeitschrift family haben Sophie Kröher, die Fotografin, und ich, 3 Frauen portraitiert, die ihre Kinder haben gehen lassen müssen. Die Frage über allem ist: Ab wann ist man Mutter, und wie lange ist man Mutter? Und für wie viele Kinder? Und wie kann man mit diesem Schmerz umgehen, wie kann man weiterleben, wenn das eigene Kind vor einem von dieser Welt gehen muss? —————————————— Sophie hat daraus ein sehr berührendes Projekt namens define:mother geschaffen, indem sie auf der einen Seite Frauen eine Plattform gibt, um über ihren Verlust zu sprechen und andererseits Frauen, die ebenfalls betroffen sind, ermutigen will. Sie sind nicht allein. Und wenn die Gesellschaft feinfühliger wird, sich mehr mit diesem Thema befasst, dann können wir alle offener über Verlust sprechen und Schmerz aushalten. Denn Schmerz gehört zu diesem Leben unweigerlich dazu. Sophie hat aber nicht „einfach so“ dieses Projekt gestartet, sondern sie ist selbst betroffen und selbst eine Mutter, die ihr Kind zu früh verabschieden musste. Hier ist ihre Geschichte. ———————————- Als Sophie Anfang 20 war, wurde sie schwanger. …

Glaube zwischen Trotz und trotzdem

Gerade erscheint bei GerthMedien ein Buch, an dem ich mitgewirkt habe. Dieses Buch stellt sich der Frage wie und warum Menschen glauben und selbst in schweren Zeiten an Gott festhalten können – oder eben nicht. “Ich glaube, hilf meinem Unglauben”, ist ein Vers im Markusevangelium . Dieser Vers ist Kern- und Angelpunkt des erschienenen Buches. Ich durfte ein Kapitel schreiben und erzähle eine Geschichte aus meinem Leben, die ich hier noch nie thematisiert habe. Sie ist sehr persönlich und sehr emotional. Ich lese bei IGTV einen Teil des Kapitels vor, hier schreibe ich euch einen Teil nieder. Den Rest könnt ihr dann im Buch nachlesen, ich verlose aktuell eines auf Instagram/Facebook. Oder ihr erwerbt es hier * oder beim Buchhändler eures Vertrauens. Es lohnt sich, die persönlichen Geschichten im Buch sind großartig.   “Herr, ich will glauben! Hilf du mir dabei!” Das ist eines der Gebete, die ich in meinem Leben schon unendlich oft gebetet habe. An eine Situation, in der ich dieses kurze Gebet wieder einmal sprach, erinnere ich mich noch ganz genau, als …

Schwangerschaftsabbruch – fangt endlich an zu reden!

Unser Leben schwankt zwischen einfältigen und leichten Gedanken. Wir überlegen uns, welches Eis wir essen können, welches Sandspielzeug am Besten geeignet ist, wie wir die Flecken aus dem Sofa bekommen oder was wir bei der aktuellen Hitze essen könnten. Diese Themen haben durchaus ihre Berechtigung und lassen uns mit leichten Wellen durchs Leben schaukeln. Daher gibt es diese Themen hier auch auf der Homepage, denn auch sie bewegen meinen Alltag. Man kann nicht mal sagen, dass diese Themen nicht wichtig sind, denn mit Kindern ist es mehr als wichtig, dass unser Alltag leicht und unkompliziert ist, damit wir bessere Eltern sein können. Doch es gibt auch Themen, die beschäftigen uns und dann gehen sie irgendwie unter im vollen Alltag. Aber, hier ist der Punkt. Wir dürfen ihnen nicht ausweichen. Wir müssen sie aushalten und müssen diskutieren, dürfen respektvoll streiten und gegensätzliche Meinungen tolerieren. Toleranz kommt übrigens vom lateinischen Wort tolerare=ertragen. Selbst wenn es schwer ist, ertrage ich eine andere Meinung. Schwangerschaftsabbruch – die persönliche Story In den letzten Wochen ploppt in meiner Gegenwart immer wieder …

Ostern – wie sag ichs den Kindern?

Ich habe zwei Probleme zu Ostern: Merlind glaubt an den Osterhasen. Wie verpacke ich Jesu Tod am Kreuz so, dass kein Kind Albträume bekommt? Zweiteres hat bisher  nicht so gut funktioniert. Letztes Jahr war Merlind vom Fakt des Kreuzestodes so schockiert, dass sie 6 Monate lang abends betete: “Und Jesus, sei nicht traurig, dass du gestorben bist. Wir sehen uns im Himmel wieder.” Vielleicht spulen wir nochmal ein paar Schritte zurück. Weißt du, warum wir Ostern feiern? Ostern ist die Erinnerung an den Tod Jesu am Kreuz (Karfreitag) und seine Wiederauferstehung (Ostersonntag). Er ist gestorben, universell gesehen, als Stellvertreter für unser Versagen und unsere Schuld. Er bietet uns damit Vergebung an. Und damit auch ewiges Leben. Die jüdische Bevölkerung hatte damals (und auch heute noch) unendlich viele Riten und Gesetze, die eingehalten werden mussten, damit man “rein und ohne Sünde” ist und vor Gott, Jahwe, bestehen kann. Da kein Mensch aber rein und ohne Versagen sein kann, entschied Gott, seinen eigenen Sohn zu opfern. Er sandte ihn auf die Welt und als dieser in seinen …

Neue Rubrik “Glaube”

Ihr Lieben,   vor einem Monat habe ich mit Isabell das Familienmagazin rosa Krokodil hochgezogen, daher möchte ich ganz langsam dieser Mamalismus Seite eine andere Färbung geben. Es werden noch regional passende Artikel kommen, aber gerade Veranstaltungen und Leipzig Events werden nicht sofort aber mehr und mehr auf das rosa Krokodil “überwandern”. Statt dessen möchte ich dem Thema “Glauben” mehr Raum und eine eigene Rubrik geben. Glauben leben mit Kindern, persönliche Spiritualität und theologische Haltungen zu aktuellen Themen. Diese Rubrik ist für Menschen, die sich als “gläubig” bezeichnen, aber vor allem für Menschen, die einfach nur interessiert sind. Ich erlebe, dass gerade gläubige Menschen viel diskutieren, sich gern gegenseitig Glauben absprechen und verurteilen. Das möchte ich hier nicht. Hier ist jeder willkommen. Ich stelle mir manchmal Jesus vor, vor 2025 Jahren, wie er im Olivenhain saß mit seinen Freunden, wie er Wein trank mit ausgestoßenen Menschen der Gesellschaft, wie er Aussätzige heilte und nur diejenigen verurteilte, die der Meinung waren, es besser zu wissen und voller innerer Gesetzestreue waren. Wie können wir diesen Jesus in …

Warum ich gläubig bin.

Ich habe oft das Gefühl, mich erklären zu müssen. Allerdings weiß ich gar nicht, ob es eine Erklärung auf diese Aussage gibt. Daher bleibt dieser Satz als Aussage und nicht als Frage stehen. Ich habe Wunder erlebt in meinem Leben, die mir die Existenz eines Gottes zeigen. Und ja, man muss glauben wollen, um Wunder sehen zu können. Ich habe aber auch viel Leid gesehen, selbst erlebt. Es gibt Momente, da kann man nicht glauben. Da möchte man nicht glauben. Daher lautet die simpe Antwort wahrscheinlich: Ich will glauben. Unweigerlich ist die Frage nach dem „Warum“ mit dem Glauben an einen allmächtigen Gott verbunden. Es wird versucht, Erklärungen zu finden. Die Allmacht wird abgesprochen. Das Attribut „gut“ oder auch einfach seine komplette Existenz. Wie auch könnte man jemals erklären und verstehen, warum Menschen leiden müssen, die nicht leiden sollten? Wie könnte jemand eine Erklärung dafür haben, dass kleine Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen, oder warum es uns in Deutschland so gut geht, während in anderen Ländern Menschen brutal sterben müssen? Diese Diskrepanz gilt es auszuhalten. …

Über ungerade Lebenszeilen und unerfüllte Träume.

Mein Leben verlief nicht gerade. Eher unbequem und mit vielen Zacken und Tiefen. Es ist ein gutes Leben, aber es ist auch ein Leben, bei dem man sich oft fragt: “Was wäre gewesen, wenn…” Mehr als einmal habe ich mich das gefragt. Nächte haben mich gequält. Ich träumte von einer anderen Verangenheit und habe mich oft gefragt, wie dann mein Heute ausgesehen hätte. Aber, pragmatisch gesprochen: “Hätte liegt im Bette.” Hinter unserer Sehnsucht, die Vergangenheit umzuschreiben, steckt oft der Wunsch nach Erlösung. Nach einer zweiten Chance. Aber alles was wir in diesem Leben haben, ist das Heute. Der Moment im Jetzt. Die einzige Möglichkeit die wir haben ist, dass wir Gott erlauben, uns zu zeigen, wie wir uns im Heute verändern können. Es schmerzt, wenn wir Träume begraben müssen und uns eingestehen müssen, dass die Ziele in unserem Leben nicht mehr umsetzbar sind, weil sich etwas geändert hat. Das Leben ist nicht planbar und es passieren Dinge, die niemand hätte vorher sehen können. In einer Welt, in der Leistung und Lebensplanung, Zeitoptimierung und Motivationscoaches das …