Alle Artikel in: Alltagsdinge

Meine Kryolipolyse – ein Erfahrungsbericht

Werbung   Mein Bauch hat 3 Kinder beherbergt. Er hat Kilos zu- und abgenommen. Die Haut ist gerissen. Er hat getragen, gehalten, geliebt und viel Wärme und Geborgenheit geschenkt. Er ist weich und verdient es, geliebt und wertgeschätzt zu werden. Vor acht Jahren, nach Merlinds Geburt, kullerten mir die Tränen aus den Augen als ich meinen Bauch sah. Ich wusste, er würde nie wieder so aussehen wie vorher. Ich sollte recht behalten. Kind Nummer drei verbesserte diese unweigerliche Tatsache nicht wirklich. Als ich dann vor einigen Jahren eine Dokumentation über Kryolipolyse sah, war ich völlig fasziniert: „Wenn ich so etwas mal brauche, dann würde ich das machen“, sagte ich damals. Denn eine Kryolipolyse ist eine nicht invasive Schönheitsbehandlung. Das bedeutet: Keine Narkose, keine Operation und keine Narben bleiben dabei zurück. Wie eine Kryolipolyse funktioniert Eine Kryolipolyse ist kein Abnehmprogramm, sondern ein Bodyforming mit kontrollierter Kälte, dass die Fettzellen gezielt behandelt. Doppelkinn, Reiterhosen, Bauch, Hüfte, Arme, Knie, Rücken usw. Bei mir wurden Oberbauch, Unterbauch und Hüften behandelt. In den Applikatoren entsteht ein Vakuum und damit eine …

Ein neues Schuljahr in der Pandemie

Die Schule geht wieder los in Sachsen. Und damit einhergehend wieder ein unsicheres Schuljahr für Schüler, Lehrer und Eltern. Zwei Wochen plant unsere Schule aktuell bezüglich aller Hygienemaßnahmen im Voraus. Angespannt bin ich. Gebe jedem meiner Schulkinder Desinfektionsmittel mit in die Schule und kaufe wieder neue Atemmasken. Bunte und bedruckte. Natürlich. Noch immer ist es keine Routine für uns. Noch immer müssen die Kinder morgens daran erinnert werden. Und irgendwie beruhigt mich das auch. Sie erinnern sich noch an ein Leben ohne Pandemie – Gedanken und spüren immer noch die Ausnahmesituation der andauernden Monate. Sicherlich kommt es auch daher, dass wir unsere letzten beiden Sommer in Skandinavien verbracht haben und die Hygienemaßnahmen dort mitunter völlig anders sind als bei uns in Deutschland. Die Kinder wären am liebsten dort geblieben. Aber es nützt nichts, das Schulsystem ruft uns zurück in den Alltag. Und wir werden auch dieses Schuljahr meistern. Es ist keine Frage, ob, sondern wie. Resilienz Resilienz ist für mich das A und O. Widerstandskraft, die nach Lösungen sucht und nicht nach Schuldigen. Kritik, Aufregen …

Zwischen Glückssprudeln und Post-Pandemie Gefühlen

„Mama, was steht da auf dem Buch?“ „Da geht es um Glück.“ „Wieso lesen Erwachsene so etwas?“ „Weil sie verlernt haben, glücklich zu sein, oder das Glück nicht mehr erkennen können. Was hat dich denn heute glücklich gemacht?“ „Der Pool. Und die Melone.“   In den vergangenen Wochen habe ich immer mal dieses ganz tiefe Glückskribbeln im Magen gespürt. Wenn ich auf unserer Terrasse saß, die Vögel zwitscherten und die Sonne mir warm auf die Beine brannte. Diese Dankbarkeit für unseren Garten, die neue Sitzlounge, meine Kinder, meinen Job und über alles was ich erreicht habe, zauberte mir ein Lachen aufs Gesicht. Die vielen Jahre in denen ich hart an mir gearbeitet habe. Die vielen Momente der Tränen. Die Durststrecken und Wüstenstrecken meines Lebens, in denen ich an mir zweifelte und nicht weiter wusste. Die vielen Charakterschulungen und dieser harte Weg hin zu Selbstliebe und die viele Ehrlichkeit auch gegenüber mir selbst, die mich verändert hat. All das mündete in einem dieser Momente auf unserer Terrasse mitten im glucksenden Lachen der Kinder, die sich mit …

Meine Allergie. Was mir bei Heuschnupfen hilft.

Werbung   HATSCHI! Ich niese und wenn ich gerade nicht niese, läuft mir die Nase. Oder mir jucken die Augen. Oder der Hals kratzt. Manchmal ist kein Taschentuch zur Hand, dann nehme ich auch Servietten, Küchenrolle, mein Kleid oder das Badehandtuch, was gerade neben mir liegt. Ich erinnere mich an einen Sommer, als ich 13 Jahre alt war und gemeinsam mit der Konfirmationsgruppe auf einem Kirchenausflug war. Darunter auch der 15jährige Junge in den ich schwer verknallt war. Aber nicht nur, dass es zum Mittagessen ausgerechnet Spaghetti mit Tomatensoße gab (Wer soll so etwas bitte anständig essen, wenn man die ganze Zeit mit seinen Blicken an den Nachbartisch flirtet?), sondern ich hatte auch den Heuschnupfen des Grauens. Nach diesem Tag war meine ganze Nase rot und entzündet und die Mascara komplett verlaufen von den tränenden Augen. Okay. Inzwischen passiert so etwas nicht mehr. Schließlich gibt es Tabletten und ich muss auch keine Wandertage im Juni über Gräserfelder mehr machen. Aber ihr habt mich nicht gesehen, wie ich vor 4 Jahren ahnungslos durch den Spreewald geschippert …

Gestern

Gestern war es genau 1 Jahr Pandemie. Vor 1 Jahr wurde der erste Lockdown verkündigt. Gestern vor 1 Jahr waren unsere Kinder zum ersten Mal zu Hause. Gestern vor 1 Jahr dachten wir noch, es würde sich nur um vier Wochen handeln. Wir lachten, als wir kein Klopapier kaufen konnten. Wir freuten uns, weil wir genug Hefe zu Hause hatten. Ich war mit Handschuhen einkaufen und shoppte Desinfektionsmittel. Und Bastelkram für die Kinder. Und Bücher, weil die Bibliotheken schlossen. Früher waren wir jeden Freitag Nachmittag in der Bibliothek. Das war unser Wochenendritual. Das letzte Mal eine Bibliothek betreten habe ich vor 1 Jahr und 2 Wochen. Da habe ich alle Bücher abgegeben. Denn, ich hatte Sorge, wie sich das mit der Verlängerung verhält, wenn die Bibliothek vier Wochen schließen muss. Gestern vor 1 Jahr las ich einen Mamablog aus Italien und erschauerte angesichts der Horrorszenarien eines Lockdowns. Mit Maske einkaufen? Und Schlange stehen weil immer nur eine bestimmte Anzahl in den Supermarkt darf. Es las sich wie ein Endzeitszenario. Eingesperrt im eigenen Haus. Mit Ausgangssperre. …

Mein Wort des Jahres 2021: Barmherzigkeit

Jedes Jahr steht in christlich-kirchlichen Kreisen unter einem Bibelvers. Dieses Jahr ist er aus dem Lukas Evangelium Kapitel 6 Vers 36: Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!   Barmherzigkeit ist mehr als Mitleid. Wo Mitleid dem Kopf und Herz entspringt, ist Barmherzigkeit aktionsreicher. Sie handelt. Barmherzigkeit ist quasi handelndes Mitleid. Sie steht nicht tatenlos herum, wenn es anderen Menschen schlecht geht, sondern geht aktiv auf diejenigen zu, die Hilfe brauchen. Sie wächst vielleicht sogar über sich hinaus und wendet den Blick von den Meinungen anderer hin zum wirklichen Schmerzensgrund. Barmherzig mit sich selbst sein Barmherzig kann man aber auch mit sich selbst sein, und das vielleicht auch eben genau 2021, nach dem “Corona-Jahr”. Dieses Jahr hat jeden von uns an seine Grenzen gebracht und herausgefordert. Die einen hatten zu viel Arbeit, die anderen mussten permanent neu sortieren, neu denken, Veranstaltungen absagen, neue Jobs finden. Die einen hatten Existenzangst, andere haben jemanden verloren. Die einen waren krank, die anderen mit Ausgangssperren im Lockdown. Die einen hat die Krise emotional an ihre …

Mit einem guten Duft fühlt sich alles machbar an.

Werbung Lockdown. Homeoffice. Pandemie. Systemrelevant. Unsicherheit. Angst. Jogginghosen. Kaffee. Augenringe. Erschöpfung. Ungeschminkt. Fertigpizza. Homeschooling. Sorgen. All diese Schlagworte und noch mehr sind Teil diesen Jahres geworden und werden uns auch in den kommenden Monaten weiter begleiten. Leider. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich bei einer Familie gebabysittet, die halb amerikanisch / halb deutsch waren. Der Mann hat wochentags in einer anderen Stadt gearbeitet, er kam nur am Wochenende nach Hause. Sie hatten drei Mädchen, es war voll, es gab viel Spielzeug und war insgesamt sehr amerikanisch. Auf der Toilette stapelten sich amerikanische Magazine. Immer wenn ich dort war und mir die Hände wusch, betrachtete ich die ganzen Kosmetikflaschen der Hausherrin. Eines Tages stand dort eine neue. Es war ein Chanel Parfüm, ganz neu und unbenutzt. Ich starrte es an. Es zog mich, ich weiß selbst nicht warum, in seinen Bann. Die Verpackung war rosa mit goldenen Schriftzügen. Es sah wunderschön aus. Edel. Ein Chanel Parfüm! Mit 16 Jahren fragte ich mich, ob ich so etwas mir später auch mal kaufen würde. Wie unsere …

Gewinn ein Erste-Hilfe Paket für deine Verzweiflungsmomente

Das Jahr 2020 war für alle herausfordernd. Das ist auch etwas, was uns alle verbindet. Für Eltern, die noch mehr im Spagat zwischen Kindern, Arbeit und Haushalt standen, war es besonders schwierig. Sorgen, Ängste und Unsicherheiten waren das i-Tüpfelchen auf einem eh schon sehr vollen Alltag. Ich habe mein Buch “Mama. Frau. Königstochter” mitten im Lockdown geschrieben. Während zwei Kinder Homeschooling hatten und ein Kindergartenkind ohne Kindergarten zwischen Schreibtischen herum sprang. Ich habe mich niemals unzulänglicher gefühlt ein Buch zu schreiben, als genau in dieser Zeit. Aber genau diese Ehrlichkeit und Echtheit soll Mut machen. Wir sind nicht alleine. Es geht uns allen so. Und weil ich euch Danke sagen möchte, dass ihr mein Buch so sehr empfehlt, weil ihr es kauft wie irre und weil ich euch mit einem Wohlfühlpaket für den nächsten nervlichen Breakdown versorgen möchte, verlose ich 3 Pakete. Gepackt von mir mit vielen Überraschungen. Ein signiertes Buch von mir ist auch mit dabei. Ich wünsche mir, dass ihr beim nächsten Mal, wenn ihr euch heulend ins Bad verkrochen habt, weil ihr …

Persönliche Worte vor der Sommerpause

4 Monate ist es her, dass ich ein paar persönliche Worte hier an dieser Stelle verloren habe. Eigentlich ist ein Blog ursprünglich etwas persönliches gewesen, etwas, wo man seine persönliche Meinung und Überzeugung in die Welt hinausschreit. Immer mehr wurde es Arbeit, immer mehr Magazin, immer unpersönlicher und je mehr hier lesen wollten, desto weniger wollte ich meine persönlichen Worte teilen. Immer voller wurde der Alltag, immer mehr Bücher wollen geschrieben werden, die Gründung vom Familienmagazin Rosa Krokodil folgte und damit einhergehend, große Pläne. Die Kinder hatten Unmengen an Hobbys, die Fahrerei wurde immer stressiger und mein eigenes Selbst, die Möglichkeit, überhaupt auch nur über mich nachzudenken,  blieb übrig. Und dann kam Corona. Und damit fielen alle Hobbys und Fahrtermine weg. Ja, alle waren hier zu Hause. Seit 4 Monaten arbeiten der Mann und ich zu Hause, saugen um uns herum, stapeln die Wäsche, kochen abwechselnd, haben alle Kleiderschränke umgeräumt und dann erstmal aufgehört als feststand, dass wir nochmal Körbe, Türen und Einlegeplatten kaufen müssen. Keine Zeit. Meine Corona Zeit Zu Beginn, in der Woche …

Im Hier & Jetzt

Veronika Smoor schrieb letzte Woche einen Artikel zu genau dieser Überschrift. Das war so passend, dass ich diese Zeilen ebenfalls nutzen möchte. Und wenn ihr möchtet, macht mit und lasst uns wissen, was ihr gerade jetzt, heute, an diesem Tag macht. Woche 2 startet irgendwie ruhiger, befreiter und sorgenfreier. Haben sich die Menschen so schnell umgewöhnt? Hat sich das ständige Aktualisieren des Newsfeeds nun erübrigt, weil endlich eine Ausgangsbeschränkung da ist? Sind die Menschen vielleicht nun in eine „es kommt wie es kommt“- Haltung übergegangen und sehen, dass Deutschland und das Gesundheitssystem der Anspannung gewachsen sind? Sind nun alle Verschwörungstheorien, alle Möglichkeiten, was abseits der linearen Medien passieren könnte, ausgesprochen und wir können uns alle wieder beruhigen? Das Gute ist: niemand weiß, was morgen ist. Niemand. Keine Esoteriker, keine Endzeit- Propheten, keine Virologen und wir erst recht nicht. Und was wir lernen müssen ist, im Hier & Jetzt zu leben. Wir wissen nicht, ob unser Sommerurlaub stattfinden wird, wir wissen nicht, ob wir aktuell nur die Ruhe vor dem Sturm erleben oder ob es alles …