Autor: prislacht

Woche 9 von 56 Wochen

  Tag 59: Meine Lieblingsjeans ist beim Osteiersuchen im Wald an den Dornen hängen geblieben und hat Fäden gezogen. Ärgerlich. Also muss sie geflickt werden. Nebenbei habe ich noch Fäden an einem Pullover repariert und den Badteppich genäht. Warum auch nicht. Es gefällt mir wenn ich Dinge nähe, so dass ich sie weiter verwenden kann. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Nicht nur wegen der Verschwendungssucht, sondern ich denke dabei an meine vestorbene Oma… wie sie immer an der Nähmaschine saß und ich als Kind daneben und sie erzählte mir etwas und ich wühlte dabei in ihren Knöpfen. Nostalgie. Erinnerungen. Tag 60: Heute ist 1kg Kokosblütenzucker bei uns eingezogen (wer das noch nicht kennt: Toller Ersatz für Zucker. Aber nicht billig.) Mein Mann guckt mich irritiert an und fragt mich, ob ich jetzt statt Kleidung Lebensmittel kaufe. Ich zucke innerlich zusammen. Will ich das? Mache ich das? Habe darüber nachgedacht.. eigentlich ist es vielmehr so: Ich will schon ewig Blütenzucker kaufen, aber habe es wegen dem Kontostand nie gemacht. Jetzt ist Puffer, weil ganz viel …

Sex and the city- oder wie verwegen bin ich?

Jedes Mal wenn Sex and the City läuft, träume ich davon verwegen in New York in einem kleinen Apartement zu sitzen und zu schreiben. Gut. New York geht irgendwie nicht mehr. Verwegen bin ich nach zu kurzen Nächten und dem Abholen der Kinder von Schule und Kita in verschiedenen Stadtteilen und kochen, waschen, bügeln meistens auch nicht aber…. Schreiben. Das müsste gehen. Ich stelle mir vor: aufgeräumter Schreibtisch am Fenster. Blumen daneben, eine Tasse Kaffee und vielleicht noch den Blogger-Dutt. Aber, hier kommt das Problem: Ich studiere auch noch. Und ich studiere weil ich wirklich gern irgendwann in diesem Beruf arbeiten möchte. Ich möchte eigentlich nicht mein komplettes Geld mit Schreiben verbringen. Das ist mir zu unsicher. Also sieht men Schreibtisch chaotisch aus. Und daneben steht der Schreibtisch der großen Tochter, die am allerliebsten immer bei mir ist. Also sitzt sie meistens neben mir und…quasselt mich voll. Ich genieße das. Aber es fühlt sich wahrlich nicht so verwegen an wie Carrie in New York, die über ihre letzten Dates schreibt. Ich kann über Dates mit …

Woche 8 von 56 Wochen

  Tag 50: Wir haben Wolle gekauft. Meine große Tochter hat das Fingerstricken für sich entdeckt. Wie das geht findet ihr hier unten im Video. Außerdem war sie mit ihrem Opa auf der Buchmesse und es gab Bücher für sie und ihre kleine Schwester. Wir lieben ja Bücher und aktuell steht Astrid Lindgren hoch im Kurs. Immer wieder entdecken wir Geschichten die wir noch nicht kennen. Das ist eine große Freude für die ganze Familie. Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.https://www.youtube.com/watch?v=AOp1MpNp8Yw Tag 51: Habe mir heute Kreidelack von Annie Sloan gekauft. Damit werde ich meine restlichen Semesterferien verbringen. Ich will die zukünftigen Bücherschränke der beiden Mädels anstreichen. Wusstet ihr, dass mein Opa Malermeister war mit eigener Firma? Noch zu DDR Zeiten. Wahrscheinlich steckt mir das doch irgendwie im Blut. Tag 53: Ich hatte heute ein Fotoshooting. Ich komme in eine Frauenzeitung mit hoher Auflage. Man hat meinen Blog entdeckt und empfunden, dass ich sehr gut zum Thema „entspannt Mutter sein“ passe. Das ist fast schon Ironie des Schicksals, das ich, die 80% Frau, …

Der erste plastikfreie Laden im Leipziger Süden

Pierre Mischke und Christin Neubert haben in der Südvorstadt, in der Kochstraße 6, direkt hinterm „Burgermeister“ einen kleinen, unverwechselbaren Laden eröffnet: „Einfach unverpackt“. Seit dem 16.3. kann man hier alles ohne Plastikverpackung einkaufen. Nudeln, Müsli, Waschpulver, Getränke, Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Zahnbürsten… Das Ziel: Verpackung und speziell Plastik reduzieren. „Wir möchten mit unserem Konzept gemeinsam mit unseren Kunden aktiv zum Umweltschutz beitragen. Mit dem Verzicht auf Einwegverpackungen aus Plastik und dem Wiederverwenden von eigenen Behältern wird automatisch weniger Müll produziert. Außerdem können unsere Kunden selbst bestimmen wie viel Sie von einem Produkt kaufen und müssen somit zu Hause keine unnötigen Lebensmittel mehr lagern bzw. werfen bestenfalls auch noch weniger Lebensmittelabfälle weg.“, so Christin Neubert. Dies ist der erste Unverpackt-Laden in der Leipziger Südvorstadt, der nachhaltige und vorwiegend regionale Waren in loser Form anbietet. Einige Artikel, wie Molkeprodukte und Säfte bieten sie in praktischen Mehrwegflaschen aus Glas an. Christin Neubert und Pierre Mischke ist es wichtig, dass sie ihre Kunden beim Einkaufen beraten können und auch zu jedem Produkt sagen können, wo es herkommt. Sie sehen …

Woche 7 von 56 Wochen

  Tag 42: Ich habe neue Strumpfhosen! Gleich 4 Stück. Und damit einen neuen Favoriten – Laden entdeckt. Ich war und bin total begeistert. Allein dafür hat sich das Experiment gelohnt, auch wenn das nicht Sinn und Zweck der Sache war. Hat mir sehr viel Freude gemacht so bewusst einfach nur Strumpfhosen kaufen zu gehen. Tag 45: Die Tage rennen mal wieder so dahin. Ich ziehe irgendetwas an, was mir aus dem Schrank entgegenfällt und warte auf den Frühling. Noch nie in meinem ganzen Leben war mir Kleidung so unwichtig. Liegt das daran, dass so viele andere Dinge so viel wichtiger sind momentan? Aber was ich wirklich endlich und dringend mal machen muss: Schwarze Pumps bestellen. Vielleicht gibt es ja fair trade schuhe? Tag 46: Es gibt fair trade schuhe. Ja. Und zwar keine hässlichen. www.avocadostore,de www.glore.de www.utopia.de Dies sind nur ein paar von unfassbar vielen fair trade Labels. Tag 47: Mein Kontostand sieht sehr viel besser aus als die letzten Monate. Erstaunlich. Fühlt sich gut an. Da hatte ich gar kein schlechtes Gewissen als …

Woche 6 von 56 Wochen

  Tag 36: Outfit oft the day. Ich bin irre. Hab mich wirklich auf das Geländer gesetzt. Total bescheuert. Und das nur weil ich mich bei solchen Fotos immer doof fühle. Na gut. So sei es. Ich liebe das Top. Und natürlich meine Turnschuhe. Tag 37: Normaler Alltagstag. Als Mama ist man manchmal nur froh wenn man es geschafft hat, sich die Haare zu waschen. Das Kind ist im feinsten Trotzalter und im Wachstumsschub. Die Große hat Angst vor Feuer. Das heißt, beide schlafen abwechselnd bei uns. Und ich bin k.o. Die nächsten Prüfungen stehen an und ich versuche einfach nur noch, den Stress weg zu atmen. Es wird besser. Ansonsten: Ich muss Strumpfhosen kaufen. Alle, wirklich alle, haben Löcher! Sieht man zwar nicht mit Winterstiefeln, aber der Frühling steht ja vor der Tür. Und wenn die Prüfungen um sind, belohne ich mich endlich mit den schwarzen Pumps, die schon lang geplant sind.   Tag 39: Gestern Abend habe ich Regenjacken, Gummistiefel und Regenhosen für die Mädels bei Vertbaudet, Zalando und Ernsting´s family gekauft. Ganz …

Zwischen Wickeltisch und Blazer

Ich möchte eine neue Rubrik eröffnen. Fotos sollen für sich sprechen und Beweise liefern. Kann eine Mama auch modisch sein? Kann eine Mama stylish sein? Sie kann. Eröffnen darf diese Rubrik Deborah W. mit ihrer kleinen Lina. Zuckersüß die Beiden. Wer noch jemanden kennt in Leipzig oder sich selbst sehr stylisch findet als Mama mit Kind, der soll sich bitte bei mir melden. Für Tipps bin ich immer dankbar. Bitte unter kontakt@mamalismus.de    Fotos von J. Weicker

Die verlorene Generation

  Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Keine Begrenzungen, Leben im Überfluss, viele Träume, Bucket lists. Sind Bucket lists die neuen Begrenzungen? Zieldefinierer? Und war ein Leben erfolgreich, wenn man all diese Ziele erfüllt hat? Ich habe das Gefühl, dass unsere Generation entscheidungsunfreudig und unsicher geworden ist. Wir haben erlebt, dass Beziehungen nicht halten, haben Enttäuschungen erlebt, zu viele befristete Arbeitsverträge. Also versuchen wir auch, uns nicht mehr zu binden.Wir haben erlebt, wie schnell „für immer“ zu Ende sein kann, also versuchen wir unabhängig zu sein. Getrennte Konten sogar wenn man Kinder hat. Verständlich. Emanzipiert. Wir leben in einem Zeitalter der Ehevertäge und der Ehen auf Zeit. Wie leben in einem Zeitalter, in dem für uns alles möglich ist. Doch das ist nur scheinbar so. Wir wollen Kinder, Karriere, Festigkeit, Beständigkeit. Und dies erreichen wir nur indem wir ein Stück Spießigkeit in unser Leben lassen. Indem wir uns zusammen reißen und unsere Jobs behalten, auch wenn sie schwierig sind. Indem wir Frustration lernen auszuhalten, durch Versagen stark werden und unsere Lebensziele eisern verfolgen. Wir leben …

Montage…

  Montage sind immer der Start in eine neue Woche. Meistens fühlt es sich schwer an Montags aufzustehen. Schule, Kindergarten, Arbeit… Ich bin eh ein Morgenmuffel, aber Montags ist es umso schwerer. Zu schön war die Familienzeit am Wochenende. Das Kuscheln, das Ausschlafen, Spielen, gemeinsame Erlebnisse. Wir feiern alle das Wochenende. Es gibt tolle Wochenendfotos, tolle Wochenenderlebnisse… aber warum feiern wir nicht die Woche? Machen wir es uns selbst nicht zu schwer? Der Alltag ist die Kindheitserinnerung unserer Kinder. Klar habe ich auch tolle Erinnerungen an Sommerferien, Winterurlaub, Wochenendtrips… aber vor allem hat mich der Alltag geprägt. Was müssen wir ändern, damit sich Montage nicht mehr so schwer anfühlen? Wie müsste unser Alltag aussehen, damit wir ihn gern begehen? Tun wir denn etwas, was uns Spaß macht oder stresst uns unsere Arbeit? Vielleicht haben wir auch einfach verlernt, glücklich zu sein? Das Leben mit einem Lachen zu begehen und die schönen Momente des Alltags auszukosten? Macht uns denn nur glücklich, Geld auszugeben und etwas zu „erleben“ oder sind wir in uns selbst glücklich. Mit uns. …

5. Woche von 56 Wochen

  Tag 29: Heute schneit es. Wintereinbruch. Ich will endlich Frühling. Will nicht mehr. Kann der Schnee nicht im Winter da sein? Habe mir heute Blumen gekauft. (Lieber Mann, wie siehts aus?:))   Tag 30: War heute für Kindergeburtstage und Ostern shoppen. Für die Kinder. Also massenhaft kleines, teures Zeug gekauft. Habe letztens ein paar gute Tipps bekommen wie man das Nicht-Kaufen besser verkraften kann. Den Schrank ausmisten Pimp my old (aus alt mach neu) Bei Pinterest Ideen sammeln und abspeichern. Quasi Schaufenster online anschauen.   Ich habe mir aktuell etwas anderes gesucht. Bei einer Tasse Kaffee Kataloge anschauen und was mir gefällt abfotografieren. Denn aktuell habe ich eigentlich alles im Schrank was ich brauche.   Tag 31: Ich habe mich zu einem Online- Abnehm-, und Trainingsprogramm angemeldet. Quasi so etwas wie Weight Watchers bloß mit besserer Online Betreuung. Zu irgendwelchen Treffen mag ich nicht gehen und hab ich auch keine Zeit dafür. Ich freue mich, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Wisst ihr, ich war vor meiner zweiten Tochter 20kg leichter als jetzt. Untergewichtig. …