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Legoland Billund – DAS Must-See in Dänemark

Dänemark ist in bestimmten Jahreszeiten gefühlt leer. Ruhig. Im Sommer, in der Hauptsaison spürt man davon in Billund nichts. Schon 2km vorher stehen die Autos Schlange. Das Legoland ist nicht umsonst so beliebt.

Es ist logisch aufgebaut, überall führen Wege zu den Fahrgeschäften, verlaufen kann man sich nicht. Auch Kinder gehen hier scheinbar nicht verloren, ich habe kein einziges Mal ein weinendes Kind gesehen oder eine Durchsage gehört, dass jemand vermisst wird. Alles läuft, selbst mit massenhaft Menschen, sehr ruhig ab.

Möglichkeiten, um nicht so lang anzustehen

Wer gern nicht so lange an den Fahrgeschäften anstehen will, hat zwei verschiedene Möglichkeiten:

1. Es gibt eine eigene Legoland Billund App, die, wenn sie mit dem Standort des Telefons verbunden wird, anzeigt, wie lange man an den einzelnen Fahrgeschäften anstehen muss und wie weit es vom jeweiligen Standort bis hin ist.

2.Man kann sich am Eingang einen so genannten Q-Bot kaufen. Diesen gibt es in Gold, Silber und Bronze und man zahlt ihn pro Person.

Beim Silber Q- Bot kann man sich an einem Fahrgeschäft abscannen, die Wartezeit verkürzt sich nicht, aber mann kann in der Wartezeit etwas anderes fahren. Der Gold Q-Bot schenkt einem 50% der Wartezeit. Wer sich für einen Platinum Q-Bot entscheidet, kann fast ohne Wartezeit direkt zur Attraktion gehen und so oft fahren wie man möchte. Die Bots kauft man pro Person. Auf jeden Bot lassen sich höchstens 5 Personen scannen.

 

Wir haben uns auf die kostenfreie App verlassen und haben uns zu Beginn zwei Fahrgeschäfte überlegt, die wir wirklich unbedingt fahren wollten: Ganz oben auf der Liste stand das Piratenboot und  das Wikinger River Splash.

Später sind die Kinder noch Achterbahn, das Piratenkarussel gefahren und haben das Geisterhaus gestürmt. Je länger der Tag wurde, je mehr es Abend wurde, desto ruhiger wurde es im Park. Am Ende waren noch die Dänen und wir übrig. Aber dazu später mehr.

Dieses Jahr neu war das Reitturnier. Mit echten Pferden und Reitern wurde ein echtes Rittertunier zelebriert. Gaukler heizen der Menge ein, Merlin der Zauberer tritt auf und eine ausgewählte Familie darf König und Königin sein. Ganz besonders sind die Ritterspiele des Turnieres, bei uns lag dann tatsächlich ein Ritter auf dem Boden, der von einer Holzlanze getroffen, das Gleichgewicht verlor. Eine blonde Ritter_in hatte ihn besiegt. Unsere Mädchen waren begeistert.

Für die Kleinen

Für die Kleinen gibt es das Duplo Land, ein, mit Hecken umsäumter, Spielplatz voller Duplo Häuser. Nachdem die Fahrgeschäfte geschlossen haben, kann man hier noch spielen. Merlind konnte hier selbstständig in den Duplo Zug und das Mini Riesenrad steigen, das war natürlich super für sie. Auch die Zoo Safari, der Lego Mono Rail und die Miniboote, die man wirklich selbstständig lenken muss, sind für die Kinder unter 11 Jahren super schön und unvergesslich.

Am Abend bewundern wir noch die Miniaturwelt. Was mit Lego alles möglich ist, wir staunen. Auf jeden Fall bekommt die ganze Familie ganz viel Lust auf Lego Bauen, weshalb unsere Mädchen natürlich noch den Lego Shop stürmen dürfen. Irgendwie gehört das für uns zum Dänemark Urlaub einfach dazu.

 

Die Stimmung im Park

Die Dänen sind unheimlich ausgeglichen, freundlich und ruhig. Das merkt man daran, dass alle Fahrgeschäfte eigentlich nur bis 20 Uhr offen haben. Wer aber noch in der Schlange stand, kommt dran. Auch 20.30 Uhr noch. 21 Uhr schließen die Parkplätze, aber 21 Uhr leert sich der Park nur langsam. Niemand wird gescheucht, aufgefordert oder gedrängt. Es gibt nicht mal eine offizielle Durchsage. Die Sonne geht hier im Norden erst 23 Uhr unter, Familien sind hier also noch lange putzmunter und kaufen erst einmal 21:30 Uhr beim „schwarzen Netto“ ihr Abendbrot. Diese unsagbar lässige Art gibt es nur in Skandinavien. Hier ist es so oft dunkel und regnerisch, dass die Dänen jegliche Sonnenstunden aufsaugen und genießen. Ganz ehrlich, was gibt es Schöneres als diesen entspannten Lebensstil?

 

Tipps für euern Legoland Besuch:

1.Einen Bankautomaten gibt es direkt neben dem Eingang. Das Prägen einer Goldmünze, Der Lego Führerschein und etliche Getränkeautomaten brauchen Bargeld. Das Goldmünze prägen kostet 50DKK, eine Flasche Wasser aus dem Automaten 20 DKK.

 

2.Man muss keinen Kinderwagen mitnehmen. Wenn die Kinder schon das Kleinkindalter erreicht haben und nicht mehr im Wagen schlafen, kann  man sich direkt neben dem Eingang im Park einen Buggy für 50 DKK plus 100 DKK Anzahlung, ausleihen.

 

3. Armbänder für die Kinder, falls sie doch verloren gehen sollten, gibt es direkt nach dem Eingang auf der rechten Seite.

 

4. Schattige Plätze für Kinder zum Spielen und für die Eltern zum Ausruhen gibt es zum Beispiel beim Geisterhaus.

 

5. Extra Picknicktische mit Sonnenschutz und einem großen Duplo Kasten zum Spielen findet man in der Mitte der Wiese auf dem Weg zum Ritterturnier

 

6. Wickeltische und alles, was man fürs Baby braucht, gibt es im Mini-Land, beim Duplo Land.

 

7. Das Legoland hat auch ein eigenes Outlet mit Marken wie Legowear, VeroModa, Only…

 

8. Richtig gut essen kann man in der Westernwelt. Für Kinder gibt es sogar Pommes, die wie Legosteine aussehen. Das Essen ist für deutsche Begriffe, nicht preiswert, aber sehr lecker und man hat in keiner Sekunde das Gefühl, in einem Freizeitpark- Imbiss zu sitzen. Nur Achtung: Eine große Cola ist hier wirklich groß.

 

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