Reisen, Reisen mit Kind, Schweiz
Schreibe einen Kommentar

1 Tag im Heididorf in der Schweiz

Werbung

 

Als Kind habe ich die Geschichten von “Heidi” gesuchtet. Ich war ein riesengroßer Fan, habe alle Kassetten mehrfach gehört und später noch alle Filme geschaut, die mir unter die Hände kamen. Schon in der zweiten Klasse habe ich den dicken Wälzer von Johanna Spyri heimlich unter dem Tisch in der Schule gelesen.

Mich faszinierte die Geschichte sehr: Der tiefe Schmerz, die Zerrissenheit, das Heimweh. Freundschaft. Familienliebe. Das Wunder rund um Claras Heilung. Die Nähe zur Natur, das Ursprüngliche, das Heilen von nachbarschaftlichen Beziehungen und noch vieles mehr.

 

Das Freilichtmuseum

In Maienfeld, dort, wo Johanna Spyri sich die Inspiration für die Geschichte geholt hat, findet man das Heididorf. Hier steht Heidis Almhütte, ihr Haus in der Stadt, die Schule, ein kleines Museum über Johanna Spyri und der Rathausstall. Das Freilichtmuseum entführt die ganze Familie in die Zeit, zu der Heidi gelebt hat. Wie wurde gekocht? Wo wurde der Käse gelagert? Wie hat Heidi geschlafen? War ihr Heubett wirklich gemütlich? Wie laut haben sich Gewitter angehört, wenn sie in der Holzhütte geschlafen hat? Und wie hat sie in der Schule geschrieben?

Man lernt, wie die Menschen im 20. Jahrhundert gelebt haben, wie sie sich selbst versorgt haben, wie sie gearbeitet haben. Für kurze Zeit wird man entführt in diese längst vergangene Zeit und erkennt, dass Heidi nicht nur romantische Idealvorstellungen verkörpert, sondern ihr Leben damals auch mit harter Arbeit ums Überleben bestückt war.

Die berühmte Geschichte

Die Geschichte von Heidi ist 140 Jahre alt und wurde in 55 Sprachen übersetzt. Heidi ist die berühmteste Schweizerin und ihre Geschichte eines der meistgelesenen Bücher auf der Welt.

Wer gern noch mehr über die alten Künste und Techniken erfahren, lernen und sie vielleicht sogar selbst ausprobieren möchte, kann den eigenen Besuch mit einem Blick auf das wechselnde Jahresprogramm planen. Wie funktioniert spinnen mit einem Spinnrad? Wie verarbeitet man Heilkräuter? Wie hat der Almöhi über dem Feuer gekäst? Altes, zum Teil fast vergessenes Handwerk lebt durch Fachleute hier wieder auf und man kann ihnen dabei über die Schulter schauen.

Tipps:

 

Kinderwagen lieber zu Hause lassen, mit Tragetuch ist es bequemer und einfacher durch die Häuser zu laufen.

Das Dorf ist von Mitte März bis Mitte November zwischen 10-17 Uhr geöffnet. Zusätzlich zu diesen Öffnungszeiten ist das Heididorf an einzelnen Tagen im Winter geöffnet. Die Winteröffnungszeiten sind auf der Webseite einsehbar.

Die Wege im Dörfli sind nicht weit, ist also auch ideal mit Kindern, die nicht gerne laufen.

Jedes Haus kann man mit seinem Ticket nur einmal betreten, lasst euch also darin ausreichend Zeit.

Adresse:

 

Oberdörfligasse

CH-7304 Maienfeld

Homepage

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.