Elternzeit, Familie
Kommentare 9

Mit Kleinkind überleben

Puh!

Frida hat eine anstrengende Phase. Ich sag es ehrlich: Ich hoffe, es ist nur eine Phase!

Heute saß ich da, während so viel Chaos war, Merlind hingefallen ist, ein Teller zu Bruch ging und ich am Ende nur noch mit Hilfe unserer Nachbarn halbwegs dem Chaos Herr wurde, und fragte mich: War das bei den anderen beiden Mädchen auch schon so? Was ist meinem ausgeglichenen, ruhigen slow family Leben passiert?

Merlind war anders. Hat viel geschlafen. Lele war Frida ähnlich. Und trotzdem: Ich glaube, alle drei waren in dem Alter anstrengend. Ich versuchte mich zurück zu erinnern: Wie habe ich damals gelebt und was muss ich jetzt anpassen, damit ich dem Chaos halbwegs gerecht werde und ich mich nicht mehr so ohnmächtig fühle?

4 Dinge haben sich kolossal verändert und da müssen wir im Heute Anpassungen zu damals vornehmen:

1. Der Mann arbeitet viel, viel mehr als früher.

2. Ich arbeite viel mehr als früher.

3. Wir haben ein Haus mit Garten.

4. Last but not least: Wir haben 3 Kinder.

Wie werde ich dem Haushalt gerecht?

Ich hatte früher Wäschetage, die werde ich wieder einführen. Da habe ich mehrere Ladungen gewaschen und den Rest der Woche wurde gesammelt. In den letzten Monaten habe ich täglich gewaschen, aber das stresst mich ungemein.

2x am Tag aufräumen. Einmal vor dem Mittagsschlaf, einmal abends. Dadurch steht man abends nicht vor dem kompletten Chaos. Das möchte ich wieder einführen. Ist nur etwas schwieriger, weil sich das Chaos ja inzwischen auf 3 Etagen und einen Garten verteilt.

Wann wird geputzt? Lösungen: Haushaltshilfe. Der Mann nimmt die Kinder. Oder der Mann putzt oder jeden Tag ein bisschen.

Problem: Der Mann putzt so gewissenhaft, der hätte nach 2 Stunden nicht mal ansatzweise etwas geschafft. Die Lösung fällt flach. Das er Spaß mit den Mädchen hat und ich putze hatten wir früher schon mal und es führte vor lauter Frustration meinerseits zu Streit. Haushaltshilfe ist toll, aber teuer. Jeden Tag ein bisschen momentan mit Frida nicht möglich. Ihr seht, keine Lösung. Vielleicht einfach gar nicht putzen?

Einkaufen: Ähnliches Problem. Wir planen und überlegen hin&her. Online Einkauf? Nett, aber nicht bio. Biomarkt zu teuer für den Wocheneinkauf. Doch Markt? Oder Marktschwärmer? Oder vielleicht einfach wieder ein großer Wocheneinkauf?

 

Wie kann ich arbeiten?

Ich habe nun das Glück, dass ich meine Mädchen länger als 1 Jahr zu Hause betreuen kann. Glück ist das, ja. Vor allem für die Kinder. Ich muss aber schauen, dass ich meine Arbeit und meine Uni dazwischen quetschen kann.

Ich arbeite also Abends, am Wochenende oder im Spielecafé oder auf dem Spielplatz. Alles suboptimal. Babysitter hatten wir jetzt ein halbes Jahr als Lösung, das war super. Aber jetzt geht Merlind wieder in den Kindergarten und dann ist das finanziell nicht mehr rentabel. Vielleicht als Lösung ein Eltern-Kind Büro? Aber würde ich das nutzen?

 

Wie leben wir als Familie?

Bewusste Kinderzeiten sind gut und Auszeiten für mich. Ich muss mir aber ganz bewusst etwas vornehmen, etwas einplanen. Auch Basteleien, Filmabende oder einfach nur mit Frida in den Zoo gehen. Ich muss es planen, sonst ist das in dem Großfamilienalltag nicht möglich.

Als Paar versuchen wir regelmäßig auszugehen. Das tut uns unheimlich gut. Wir entdecken neue Bars oder gehen einfach nur spazieren. Wir versuchen, uns nicht zu verlieren in unserem wirklich stressigen Alltag.

 

Wie überlebe ich als Priska?

Ich versuche, mir Mittags eine halbe Stunde frei zu nehmen und mich zu entspannen. Kaffee ist ebenfalls überlebenswichtig.

Dazu nutze ich freie Momente um mal allein ins Café zu gehen, zum Sport, um einfach zu schlafen oder mal abends mit einer Freundin auszugehen.

Was sind eure Überlebensstrategien? Erzählt ihr sie mir? Ich bin so gespannt.

 

 

 

 

 

9 Kommentare

  1. Pingback: Die meistgelesenen Artikel 2018 und Danksagung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.