Nachdenkenswertes
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Das Leben ist weder planbar noch voller Zuckerwatte. Oder?

„Wenn wir halbwegs durch dieses Leben kommen, können wir uns glücklich schätzen.“

Diesen Satz schrieb ich heute einer lieben Freundin. Je älter ich werde, desto mehr wird mir bewusst: Wir können das Leben nicht beherrschen. Es macht mit uns, was es will.
Wir ernähren uns gesund, wir machen Sport, wir heiraten, wir bekommen Kinder und lesen Eriehungsbücher… wir vesuchen, es bestmöglich hinzubekommen. Es: Unser Leben. Wir stehen jeden Morgen auf. Schmieren Schulbrote, verteilen Abschiedsküsse. Wir beten. Wir statten unsere Kinder mit GPS Uhren aus, um das Risiko der Gefahren gering zu halten. Wir begeben uns täglich in einen Spagat zwischen Gefahren und dem Wunsch einer wilden, unbeschwerten Kindheit mit aufgeschrammten Knien. Wir versuchen, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Selbstverwirklichung und gleichzeitig Erfolg und Demut. Die ganzen Jahre sind ein stetiger Versuch, die Balance zu halten. Erfolg und finanzielle Sicherheit und Freunde, Freizeit und Familie. Gesundheit.

 

Wir sind menschlich.

Und wir merken: Wir sind menschlich.

Voller Versagen. Nicht nur, dass wir eigene Charakterschwächen in uns tragen. Sondern wir straucheln auch an anderen Menschen. Am Job. An Krankheit. Wir versuchen, Antworten zu finden. Warum habe ich diese unheilbare Krankheit bekommen? Fehlt mir ein wichtiges Vitamin? Habe ich Schuld auf mich geladen? Muss ich nur mehr glauben? Und dann realisieren wir: Es gibt keine Antwort. Das Leben fühlt sich unkontrollierbar an. Als würde das Schicksal ein Würfelspiel spielen und irgendjemand ausgerechnet uns vom Spielfeld kicken.
Uns geht es gut. Vielen meiner Freunde und Bekannten nicht. Es ist nicht verständlich und es gibt darauf auch keine klaren Antworten. Oft sehen wir die Lösungen nicht, wenn wir mitten im Strudel des Lebens stecken, der uns in die Tiefe zu reißen droht. Wir können nicht alles wissen und sehen. Es ist Gnade und Demut, wenn wir durch dieses Leben kommen. „Ganz normal“ leben können. Es ist Gnade, wenn wir eine glückliche Familie sind. Und das sollte nicht zu Neid führen. Sondern man darf die anderen glücklich schätzen. Es ist einfach ein Geschenk.

Die Hoffnung

Glaube und Hoffnung spielen in all dieser traurigen Realität eine wichtige Rolle. Ich will es platt formulieren: Diese beiden Elemente helfen uns, nicht durchzudrehen. Hoffnung spielt eine elementare Rolle im menschlichen Gehirn. Hoffnung hilft, Krankheit zu besiegen. Sie setzt ungeahnte Kräfte frei. Hoffnung gibt mir die Kraft, schwierige Zeiten der Ehe auszuhalten. Der Glaube an einen Gott, gibt mir Hoffnung, dass mein Leben „gut“ verlaufen kann und ich in der Tiefe Halt bekomme. Glaube setzt Hoffnung frei.
Demütig sein vor unserem Leben hilft uns, die vielen Momente wert zu schätzen.
Meine Freundin fragte mich, wie es mir geht. Ich schrieb: “Es geht mir gut. Ich atme. Ich lebe. Ich bin gesund und arbeite.“ Und genau hier halte ich inne. Mein Leben ist wunderschön. Wir sind gesund. Wir haben Arbeit. Ich habe Familie, die nicht perfekt ist, aber uns liebt. Wir lieben uns als Paar. Wir können im Garten werkeln. Und wenn unsere Nerven mal wieder blank liegen im vollen Alltag, wenn das Haus nicht geputzt ist, die Kinder erkältet und wenn die Stürme des Lebens kommen, denn, sie werden kommen, das ist das Leben: Dann möchte ich atmen. Und mich auf das Gute besinnen.
Weißt du, was Jesus zu diesen Stürmen sagen würde? Hier habe ich seine Antwort aufgeschrieben.

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