Alltagsdinge, Alltagsimpressionen
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Alltagsimpressionen

Das ist eine Woche!!

Ich habe nicht viele Worte übrig, daher wird es ein bunt gemischter Haufen voller chaotischer Gedanken und Sätze. Vergebt mir, beim nächsten Mal wirds wieder besser.

Ich lebe momentan zwischen Hausbau und den dazugehörigen diversen Terminen mit Fliesenleger, Maler, Küche planen, Elektriker… ich streichle verzückt unsere neuen Fliesen, die noch unausgepackt im Haus stehen. Ich träume von unserer kleinen, aber schönen Küche, die hoffentlich realisierbar sein wird und stehe mit dem Maler vor den unverputzen Wänden und hoffe, dass die Farben die ich aussuche, später die gewünschte Wirkung haben werden. Hätte ich mir mehr trauen sollen, weniger pastellig aussuchen sollen? Dunkelblaue Wände beispielsweise finde ich in anderen Wohnungen ja auch wundervoll.

 

Ich treffe meine neue Hebamme, den Frauenarzt und erstelle eine Liste mit all den Babysachen die wir noch brauchen. Ich verwerfe diese Liste und schreib wieder eine neue. Dann verzweifle ich, weil es doch noch so viel Kleinkram geworden ist und ich keinen blassen Schimmer habe, wann ich das alles besorgen soll. Vor dem Umzug? Blödsinn. Nach dem Umzug? Eigentlich keine Zeit (mehr).

Ich versuche für die Uni zu lernen. Die Prüfungstermine rücken immer näher und ich bin wie immer viel zu spät dran und viel zu unorganisiert und vor allem, zu unmotiviert. Die Panik, die mich dann regelmäßig überfällt, führt zu absoluten Stillstand. Quasi eine Art Schockzustand und dann macht man alles andere, nur nicht das, was man tun sollte. Dadurch steigt der innere Stresspegel immer mehr an. Ein Teufelskreis.

Die Kinder haben nachmittags Veranstaltungen, playdates, Auftritte usw. Ich manage das und freue mich an der Zeit mit ihnen. Es geht so schnell und sie fahren allein zu ihren Terminen, wollen meine Hand nicht mehr halten und küssen mich nicht mehr in aller Öffentlichkeit und voller Inbrunst vor Glück und Liebe auf den Mund. Und gleichzeitig finde ich es anstrengend. Diese Fahrerei! Ich überlebe das mit Kaffee und Latte Macchiato und fühle mich dabei wie die Mütter vom Prenzlauer Berg, die nichts anderes zu tun haben, als ihre Kinder zu bemuttern (Ich habe das Buch “Lassen sie mich durch, ich bin Mutter” gelesen.).

Dieser Blog fängt an, richtig gut zu laufen. Kooperationsanfragen trudeln täglich ein und machen mich dankbar und auch stolz. Ich freue mich, dass euch mein Blog gefällt und dass ich damit etwas Geld verdienen kann. Mir ist wichtig, dass ich nur Werbung für Dinge mache, hinter denen ich stehen und die ich auch jeder Freundin, die bei mir zum Kaffee trinken vorbeikommt, weiter empfehlen würde. Ich möchte nicht meine Seele verkaufen. Dieser Blog ist mein Lebensblog. Ein bunt gemischter Haufen voller DIY Ideen, Alltagserlebnisse, Rezepten, Nachdenkenswerten Ideen und meiner kleinen modischen Macke.

Ich lese momentan ein Buch von Thomas Sjödin. Es geht darum, Ruhe im Alltag zu finden. Ein Satz hat es mir besonders angetan: “Geld kann man auch in voller Fahrt zählen. Aber das Lied der Vögel, ein Sonnenaufgang oder zwei ineinandergelegte Hände erreichen wir nur, wenn wir ruhig und ganz anwesend sind.” Ich brauche dringend mal wieder diese Ruheoase. Viel zu oft lenken wir uns, schalten den Fernseher an, das Radio läuft und die Kinder reden eh den ganzen Tag auf uns ein. Doch wann sind wir wirklich mal ganz ruhig und fühlen uns? Wann sind wir so still, dass wir nur unseren Atem hören und besinnen uns auf unser Selbst? Wann haben wir solche ruhigen Momente als Paar, dass wir nebeneinander sitzen, nichts mehr sagen weil wir schon genug Zeit hatten um alles Wichtige zu bereden und genießen unsere Hände, die sich berühren. Spüren die Nähe des Anderen und sind einfach ganz beieinander? Viel zu selten. Ich hoffe und wünsche mir, dass ich das dieses Jahr in meinen Alltag integrieren kann. Diese wertvollen Momente des gegenwärtigen Seins.

 

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