Alltagsdinge
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Artikel der Woche

 

Lesenswertes, Hörenswertes und Sehenswertes aus dem world wide web.

Lesetipps

 

1.How to handle your teenager?

Eine scheinbar normale Ansprache dieser Menschen ist fast unmöglich, schon Aufrufe zum gemeinsamen Essen oder Hinweise auf die Abwesenheit notwendiger Kleidungsstücke im Winter können Krisen auslösen, gegen die sämtliche Brexit-Abstimmungen ein Kinderspiel zu sein scheinen.

Die Würde des Teenagers ist antastbar

 

2.Über die Ursprünge von Attachment Parenting und was heute alles schief läuft dabei.

„Der Perfektionsdruck unter jungen Müttern ist insgesamt ein großes Thema. Ich glaube nicht, dass man das dem AP zuschustern kann. Auch Mütter, die ganz andere Ideale haben, kann es so gehen. Immer wenn man ganz hohe und starre Ideale hat, ist die Gefahr groß, daran zu scheitern, sich schlecht und als Versagerin zu fühlen. Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke, gab es den großen Trend, dass Eltern immer total konsequent sein mussten. Und da haben sich die Eltern dann auch Vorwürfe gemacht, nicht konsequent genug gewesen zu sein, schon wieder nachgegeben zu haben, so weich zu sein. Heute ist es umgekehrt. Manche Eltern erheben AP zu einer großen Ideologie, indem sie sagen: Ich muss immer und sofort auf jedes Bedürfnis meines Kindes reagieren, sonst sind wir schlechte Eltern. Und an solchen starren Ansprüchen scheitert man dann natürlich leicht.”

Nora Imlau: „Die Grundidee von Attachment Parenting stürzt Mütter nicht ins Unglück“

 

 

3. “Hier schildern vier Frauen, warum sie sich bewusst dazu entschieden haben, aus dem Berufsleben auszuscheiden, als die Kinder kamen – und welche Reaktionen sie nach diesem Schritt erleben haben.”

Darf man heute noch nur Hausfrau sein wollen?

 

 

4. Ein sehr ehrliches Interview mit Florian Jaenicke über das Leben mit seinem schwerbehinderten Sohn.

“Wenn Sie noch während der Schwangerschaft von Friedrichs Behinderung gewusst hätten, wären Sie womöglich zu der Entscheidung gekommen: Wir entscheiden uns gegen das Kind, wir schaffen das nicht?”

Wir haben lange auf ein Wunder gehofft.

 

5. Ein wunderbarer Artikel meiner Kollegin Laura.

“Es gibt so Tage, da möchte ich einfach mal nichts müssen. Geht aber nicht, ich muss nämlich vieles. Ich muss heute arbeiten, Telefonate führen und Mails beantworten, Rechnungen schreiben und Dokumente scannen. Dann muss ich Mittagessen machen, das den Kindern schmeckt. Da gibts leider nicht viel Auswahl. Als nächstes muss ich mit einem Schulkind in die Schule gehen und Sportsachen suchen, denn es hat mal wieder alle Turnhosen verloren. Vermutlich möchte dann das kleine Kind aber nicht mit, also muss ich dieses erst einmal dazu überreden. Wir müssen aber los, sonst macht die Schule zu.”

Mama hat keine Lust mehr

 

6. Bei diesem Artikel habe ich geheult. Sandra findet immer wunderbare Worte.

„Malst du mir eine Astrid, aber eine richtig schöne, hier gleich neben den Drachen?“, fragt eine kleine Schwester, und die große Schwester seufzt, legt das Tablet weg und malt. Wenn ich mich hier umsehe, dann sehe ich sie, tausend kleine Liebesdienste. Vorlesen und Lieblingsessen, zuhören und trösten, Tischkicker, obwohl ich echt immer verliere, ein Bild auf dem Kopfkissen, ein Bogen zurechtgeschnitzt vom Bruder für den Bruder, ein Fahrrad, bereit gestellt für den, der im Morgengrauen noch ein bisschen trödelig ist, Kekse, geklaut aus meinem Küchenschrank, nicht für sich alleine, sondern gleich für alle Geschwister, ein Großeinkauf, verstaut im Keller, „weil der Papa nicht da ist und die Mama Rücken hat“, den eigenen Kopf zum Dauerzopfflechten zur Verfügung stellen, eine Nacht im Büro, eine Fahrt nach München, obwohl man eigentlich nur noch schlafen möchte.”

Liebesdienste

 

7. Eine Beispielwoche über Vereinbarkeit und: “Wie machen das denn eigentlich die anderen Familien?” Ich liebe diesen Artikel, auch wenn alles so wirklich irre perfekt scheint! Wer klebt denn Montag Abends Fotoalben, während der Mann Klavier spielt und davor haben beide gemeinsam Yoga gemacht?!

“Wie wuppt man den Alltag, wenn beide Partner in Vollzeit festangestellt arbeiten und man keine Familie als Unterstützung vor Ort hat? Ines Burkhardt ist vor elf Jahren mit ihrem Freund nach Kopenhagen gezogen. Beide arbeiten als Architekten. Haushalt, Kinder und alles drumherum teilen sie 50/50. Wie sie das mit simplen Tricks hinbekommen und dabei auch noch Zeit für sich als Paar einplanen, das erzählt Ines in ihrer Beispielwoche.

Ach, guck an: Meine Beispielwoche

 

8. Ein aktueller Artikel zur Pränataldebatte. Wenn wir ein Grundrecht auf Wissen haben, was bedeutet das dann in der Realität?

“Ich kenne eine Frau, bei der im sechsten Schwangerschaftsmonat eine frisch durchlaufene Rötelninfektion festgestellt wurde. Der jungen Frau wurde dringend zu einem Abbruch geraten. Das Kind sei im günstigsten Fall blind oder taubstumm, im ungünstigsten Fall blind, taubstumm und geistig behindert. Sie konnte sich nicht durchringen und forderte weitere Tests. Es wurde durch die Bauchdecke der Mutter vom Kind Blut abgenommen und auch beim Fötus der erhöhte Rötelntiter festgestellt. Dieser invasive Eingriff setzte schlussendlich Wehen in Gang. Mariechen, so nannte die junge Frau ihr Kind, kam in der achtundzwanzigsten Woche tot zur Welt. Die Autopsie ergab „Keine Anzeichen auf Röteln-Embryopathie oder Röteln-Fetopathie“. Keine.”

Ein Grundrecht auf Wissen.

Lesetipp auf Englisch

Ein fantastischer Artikel der NY Times, absolut lesenswert

Parenthood in the United States has become much more demanding than it used to be.

Over just a couple of generations, parents have greatly increased the amount of time, attention and money they put into raising children. Mothers who juggle jobs outside the home spend just as much time tending their children as stay-at-home mothers did in the 1970s.”

The Relentlessness of modern Parenting

Doku Filmtipp.

“Drei Paare, drei Religionen und ein alles veränderndes Ereignis: Die “37°”-Dokumentation “Guter Hoffnung – Eltern werden in drei Religionen” begleitet ein jüdisches, ein christliches und ein muslimisches Paar bei der Geburt ihres Kindes. Der Film von Autor Aljoscha Gabriel Hofmann erzählt vom Glück, der Vorfreude, aber auch von den Sorgen und den Veränderungen, die die Zeit der Schwangerschaft und Geburt begleiten.”

Guter Hoffnung – Eltern werden in drei Religionen

 

Podcast Tipp!

“Caroline Rosales geistert bereits seit einigen Wochen durch die Medienlandschaft. Mit ihrem neuen Buch “Sexuell Verfügbar” hat sie sich in die #metoo-Debatte eingeschaltet. Da sich diese “sexuelle Verfügbarkeit” durch alle Variationen des Frau-Seins zieht, hatten wir eine große Frage an sie: Muss man eigentlich als Mutter eine Milf sein?”

Muss man als Mutter eine Milf sein?

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