Alltagsdinge
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Artikel der Woche

Ich wähle die Artikel für euch immer sorgfältig aus. Es sind diskussionswürdige, lesenswerte Artikel, die absolut Mehrwert bieten und die es wert sind, gelesen zu werden. Ich finde jeden Einzelnen absolut fantastisch. Also, viel Freude beim Lesen!

“Es war einmal eine Frau, die jahrzehntelang mit ansah, wie ihre eigene Mutter sich zwischen Arbeit und Privatleben aufrieb. Zwar genoss sie selbst einige Privilegien, die ihr die Frauenbewegung beschert hatte, war aber unzufrieden, dass sie noch immer nicht so viel erreicht hatte wie die gleichaltrigen Männer, die weniger unter dem sozialen Druck standen, alles unter einen Hut bringen zu müssen.” Und: “Jede Frau, die sich nicht in das “Natürlichste auf der Welt” fügt, ist keine “richtige” Frau. Eine “richtige” Frau ist für ihre Kinder immer verfügbar, übernimmt das Gros der Erziehungs- und Hausarbeit und stellt die Bedürfnisse der Familie über die eigenen. Nebenbei verdient sie ein Taschengeld dazu, ist gut ausgebildet, schlank und sexuell attraktiv.”

Sehr lesenswert, denn er geht auf die aktuelle Rückkehr zum Konservativen ein. Die Forderung, die innere Mutter wieder zu entdecken, denn nur dann, seien wir wieder wahrhaft glücklich. Maternalistischer Feminismus nennt man das. Ich will das auch unbewertet da stehen lassen, aber finde es gut, hier einen sehr, sehr guten Artikel von einer Philosophin als Alternative hinzustellen.

Feminismus. Rückkehr der Biederfrauen.

 

 

“Der Bruder ist doof, die Schwester nervt: Streit unter Geschwistern gehört in Familien zum Alltag. Der Grund für die Konflikte ist oft simpel. Wie Eltern auf die Rivalität ihrer Kinder am besten reagieren.”

So wird aus streitenden Geschwistern ein starkes Team.

 

 

“Ob ich nun Lust drauf hatte oder nicht – der erste Arbeitstag kam. Mein Mutti-Anteil blieb irgendwo zwischen Tagesmama und Bahnstation auf einer Parkbank sitzen, und ich fuhr zurück in mein altes Leben: Bildschirm, Kopfhörer, Kaffee.”

Lust&Leid einer working Mom

 

 

“Frauen im Osten dachten selten, der Mann sei ihr Versorger. Frauen im Westen müssen das erst lernen.”

Wer braucht schon Kerle?

 

 

„Es erfordert keinen Mut Geld zurückzulegen, aber es erfordert Mut sich von solchen Zwängen loszureißen und zu sagen, dass man eben nicht wie Familie Müller-Meier nach Thailand fliegt, weil das Geld eben nur für die Ostsee reicht. Das ist schon ein gewisses Ausbrechen.“

Super, super, super!!!!

Mütter und das finanzielle Loch.

 

 

“Gut fünf Prozent der Achtjährigen finden nicht, dass es in ihrer Familie jemanden gibt, der sich um sie kümmert. Bei den 14-Jährigen sind es sogar rund zehn Prozent. Gerade ältere Kinder beklagen häufiger die fehlende Zeit ihrer Eltern.”

Davor haben Kinder Angst

 

 

“Du, wir brauchen jetzt ein Hobby”, sagte ich zu ihm. Es ist Samstagnachmittag und wir haben Zeit für uns? Ich lauschte- es war still im Haus. Kein Kind, dass “Abputzen” rief oder nur “Mamaaaaaa”. Wahnsinn, so müssen sich “empty nesters” fühlen. Ein unwirkliches Gefühl. Haben wir uns so in den 30ern gefühlt?”

Mein neues Lebensgefühl mit 40+

 

1 Kommentare

  1. Hey. Ich glaube nicht, dass es eine Schablone gibt, die man für alle Frauen als perfektes Leben anlegen kann. Klar ist, dass Mutterschaft etwas ist, was Frauen stark fordert und ich halte es tatsächlich für gesund, der Lebensphase mit kleinen Kindern Raum zu geben. Eben weil es so viel abverlangt. Anderseits, wie du selbst in deinem Video gesagt hast, haben wir so viel mehr in uns. Wir haben verschiedene Gaben, die sich in so vielen anderen Bereichen einsetzen lassen und Segen bringen können. Manche Frauen schaffen es, sich in der Mutterschaft so zu entfalten, dass es ihnen Glück und Erfüllung bringt. Andere nicht. Sie leiden eher darunter. Soll man ihnen dann einfach sagen, dass sie sich jetzt halt einfach mal in ihre Gott gegebene Rolle fügen sollen? Wohl kaum. Wieder andere (sehr viele nach meinen Beobachtungen) zerreißen sich zwischen Mutterschaft, Haushalt und Job. Für diese Frauen würde ich mir oft die nötige Gelassenheit wünschen, daheim zu bleiben und sich erstmal um die Kinder zu kümmern (und den finanziellen Background den es dafür braucht).
    Bei Frauen wie Elisabeth Badinter wiederum fehlt mir komplett der Faktor Liebe. Als in es so einfach wäre, das Wohl des Kindes nicht nach vorne zu stellen. Abgesehen davon, dass ich es auch für falsch halte, die Verwirrungen und Kämpfe ums richtige Frauenbild auf dem Rücken von Kindern auszutragen.
    Ich glaube eh, an dieser Stelle müsste sich am meisten ändern. Frauen brauchen Strukturen, in denen sie sich 100 Prozent darauf verlassen können, dass es den Kindern gut geht. Die gute alte Großfamilie könnte da, wenn alle einigermaßen gleiche Werte teilen, hilfreich sein oder aber neue Zusammenschlüsse – die ähnliches leisten wollen. Ubd natürlich aktive Papas (für die es wiederum finanzielle Sicherheit braucht). Ich finde das derzeitige System mit Krippen und Ganztagesgedöhns einfach nicht so hilfreich, wie es vorgibt zu sein. Es entlastet Frauen nur scheinbar, weil es nämlich auf der anderen Seite wieder mit einem immensen Mental Load daher kommt.

    Mein Zwischenfazit: Eine Frau, die sich mit ihren Gaben und ihren Lebenswünschen als Hausfrau und Mutter gut fühlt, wählt keinen schlechten Lebensentwurf für alle Beteiligten.
    Alle anderen sind nach wie vor meine Sorgenkinder, weil das, was wir ihnen als Gesellschaft anbieten, gar nicht wirklich hilfreich ist.
    Ich mag Frauen, die vormachen, dass es Wege dazwischen oder ganz fern an von ausgetretenen Pfaden gibt – solche wie Veronika oder auch dich oder meine große Ikone auf dem Gebiet, Svenja Walter von meinesvenja.

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