Alltagsdinge
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Hallo Besinnlichkeit, wo versteckst du dich?

“Dieses Jahr ist es das erste Jahr, in dem ich das Gefühl habe, die Besinnlichkeit nicht erreicht zu haben. Ich habe das Gefühl, es auch nicht zum Wochenende erreichen zu können, zu viel steht noch auf der to-do Liste.

Und wieder fällt mir der Satz ein: “Der Advent ist eine Zeit der Vorbereitung.” Wir planen jedes Jahr ein riesiges Fest und quetschen dann noch den Anspruch mit hinein, dass diese Vorbereitung möglichst besinnlich sein soll. Und es gilt außerdem: Wenn weniger Menschen eingeladen sind, ist die Vorbereitung bei Weitem nicht so stressig. Je mehr Menschen involviert sind, desto aufregender, spannender und schöner wird es.

Heute im Schulgottesdienst hat der Pfarrer über diese Eile im Advent gesprochen. Auch die Hirten sind damals schon zur Krippe geeilt. Genau dieses Wort steht in verschiedenen Übersetzungen in der Bibel. Eile gehört also zum Advent, das ist doch auch befreiend. Allerdings ist Eile etwas anderes als Stress. Stress, der aus unserer inneren Unruhe heraus kommt.

Ich möchte diesen Familientrubel nicht missen. Das Lachen und Gekicher, das Strahlen und die Liebe. Ich könnte allerdings auf den Geschwisterstreit, die Schulhausaufgaben, das Putzen und kochen verzichten. Gerne.

Aber zurück zum Advent. Ich werde definitiv bis zum 23. abends zu tun haben. Mit Pausen. Aber es ist und bleibt busy. Aber wisst ihr was? Am 24. werde ich morgens aufwachen, und es ist: Weihnachten. Egal wie ich das finde. Egal, was alles liegen geblieben ist. Das kann im Januar bearbeitet werden. Und ich werde Ruhe und Besinnlichkeit erleben. Weil alle anderen auch zur Ruhe kommen. Ist das nicht das eigentlich Schöne an Weihnachten? Alle finden Ruhe. Alle suchen Frieden, entspannen, halten inne.

Das Jahr 2019 steht in den Startlöchern und hält so viel Neues, Gutes, Aufregendes für mich bereit. Ich möchte gern Atem schöpfen. Mit meiner Familie zusammen sein. Filme schauen. Ein Buch lesen. Tee trinken. Weniger Kaffee. Spazieren gehen. Ein Brettspiel spielen. Schlafen.

Gudrun Kropp, eine Lyrikerin, sagte so schön:

“Die vorweihnachtliche Adventszeit
ist eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen,
wäre da nicht der Vorweihnachtsstreß”

Das bringt es so wunderschön auf den Punkt. Wenn es euch so gehen sollte wie mir: Es ist okay. Die Adventszeit muss nicht irgendetwas erfüllen, was Menschen wollen, dass es das tut. Es darf so sein, wie es ist und es ist gut so. Weihnachten ist am Montag und es muss nichts, aber auch gar nichts, perfekt sein. Du hast nicht gesaugt? Eigentlich egal. Deine Schwiegermama kommt und die Wäsche steht noch rum? Versteck sie im Schrank. Du hast nicht alle Geschenke? Schreib einen Liebesbrief und bastel einen Gutschein oder schau dir hier mein Last-Minute Geschenk DIY an. Du bist krank? Dann leg dich ins Bett und trink Tee. Du bist damit zur Besinnlichkeit verdonnert.

 

Ein wunderschönes Weihnachtsfest wünsche ich euch. Frieden, Segen, viel Lachen, strahlende Kinderaugen, etwas Besinnlichkeit, tolles Essen und eine wunderschöne Zeit als Familie.

Kuss an euch, eure Priska

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