Elternzeit, Familie
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Mit Kleinkind überleben

Puh!

Frida hat eine anstrengende Phase. Ich sag es ehrlich: Ich hoffe, es ist nur eine Phase!

Heute saß ich da, während so viel Chaos war, Merlind hingefallen ist, ein Teller zu Bruch ging und ich am Ende nur noch mit Hilfe unserer Nachbarn halbwegs dem Chaos Herr wurde, und fragte mich: War das bei den anderen beiden Mädchen auch schon so? Was ist meinem ausgeglichenen, ruhigen slow family Leben passiert?

Merlind war anders. Hat viel geschlafen. Lele war Frida ähnlich. Und trotzdem: Ich glaube, alle drei waren in dem Alter anstrengend. Ich versuchte mich zurück zu erinnern: Wie habe ich damals gelebt und was muss ich jetzt anpassen, damit ich dem Chaos halbwegs gerecht werde und ich mich nicht mehr so ohnmächtig fühle?

4 Dinge haben sich kolossal verändert und da müssen wir im Heute Anpassungen zu damals vornehmen:

1. Der Mann arbeitet viel, viel mehr als früher.

2. Ich arbeite viel mehr als früher.

3. Wir haben ein Haus mit Garten.

4. Last but not least: Wir haben 3 Kinder.

Wie werde ich dem Haushalt gerecht?

Ich hatte früher Wäschetage, die werde ich wieder einführen. Da habe ich mehrere Ladungen gewaschen und den Rest der Woche wurde gesammelt. In den letzten Monaten habe ich täglich gewaschen, aber das stresst mich ungemein.

2x am Tag aufräumen. Einmal vor dem Mittagsschlaf, einmal abends. Dadurch steht man abends nicht vor dem kompletten Chaos. Das möchte ich wieder einführen. Ist nur etwas schwieriger, weil sich das Chaos ja inzwischen auf 3 Etagen und einen Garten verteilt.

Wann wird geputzt? Lösungen: Haushaltshilfe. Der Mann nimmt die Kinder. Oder der Mann putzt oder jeden Tag ein bisschen.

Problem: Der Mann putzt so gewissenhaft, der hätte nach 2 Stunden nicht mal ansatzweise etwas geschafft. Die Lösung fällt flach. Das er Spaß mit den Mädchen hat und ich putze hatten wir früher schon mal und es führte vor lauter Frustration meinerseits zu Streit. Haushaltshilfe ist toll, aber teuer. Jeden Tag ein bisschen momentan mit Frida nicht möglich. Ihr seht, keine Lösung. Vielleicht einfach gar nicht putzen?

Einkaufen: Ähnliches Problem. Wir planen und überlegen hin&her. Online Einkauf? Nett, aber nicht bio. Biomarkt zu teuer für den Wocheneinkauf. Doch Markt? Oder Marktschwärmer? Oder vielleicht einfach wieder ein großer Wocheneinkauf?

 

Wie kann ich arbeiten?

Ich habe nun das Glück, dass ich meine Mädchen länger als 1 Jahr zu Hause betreuen kann. Glück ist das, ja. Vor allem für die Kinder. Ich muss aber schauen, dass ich meine Arbeit und meine Uni dazwischen quetschen kann.

Ich arbeite also Abends, am Wochenende oder im Spielecafé oder auf dem Spielplatz. Alles suboptimal. Babysitter hatten wir jetzt ein halbes Jahr als Lösung, das war super. Aber jetzt geht Merlind wieder in den Kindergarten und dann ist das finanziell nicht mehr rentabel. Vielleicht als Lösung ein Eltern-Kind Büro? Aber würde ich das nutzen?

 

Wie leben wir als Familie?

Bewusste Kinderzeiten sind gut und Auszeiten für mich. Ich muss mir aber ganz bewusst etwas vornehmen, etwas einplanen. Auch Basteleien, Filmabende oder einfach nur mit Frida in den Zoo gehen. Ich muss es planen, sonst ist das in dem Großfamilienalltag nicht möglich.

Als Paar versuchen wir regelmäßig auszugehen. Das tut uns unheimlich gut. Wir entdecken neue Bars oder gehen einfach nur spazieren. Wir versuchen, uns nicht zu verlieren in unserem wirklich stressigen Alltag.

 

Wie überlebe ich als Priska?

Ich versuche, mir Mittags eine halbe Stunde frei zu nehmen und mich zu entspannen. Kaffee ist ebenfalls überlebenswichtig.

Dazu nutze ich freie Momente um mal allein ins Café zu gehen, zum Sport, um einfach zu schlafen oder mal abends mit einer Freundin auszugehen.

Was sind eure Überlebensstrategien? Erzählt ihr sie mir? Ich bin so gespannt.

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Als mein Mann einen Tag Home Office machte verstand er, warum ich immer die Krise bekam, wenn wieder Krümel auf dem Boden lagen, obwohl ich erst geputzt hatte..daraufhin kaufte er mir einen Staubsaugerroboter und einen Putzroboter – gebraucht über Ebay. Es ist eine mega mäßige Erleichterung-nie wieder staubsaugen zu müssen und putzen?? Das mach ich maximal einmal die Woche von Hand, sonst macht es mein Toyboy 8)…kann ich nur empfehlen

    • prislacht sagt

      Ja, ein Staubsaugroboter wird hier sicherlich mal einziehen. Nur momentan steht so viel Zeug herum, überall Spielzeug… da kann ich auch eben staubsaugen, bevor sich der Roboter da durchgegraben hat:)

  2. Ramona Waldbüßer sagt

    Wir haben 4 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren, mein Mann arbeitet und ich bin “nur daheim;-)
    Unterstützung von außerhalb haben wir kaum…
    Ich hab gelernt dass das größte Problem meine Ansprüche an mich selber sind, das setzt mich unter Druck und wirkt sich dann auf die ganze Familie aus.
    vor einiger Zeit hab ich ein Buch gelesen: “Einfach ich sein, lass die Hektik hinter dir und genieße dein unperfektes Leben und das tat mir so gut und hat mir ganz neu wieder die Augen geöffnet. Es muss nicht alles sein! Kann ich sehr empfehlen das Buch. Es sind alles Phasen und die Phase des blitzblank perfekt dekorierten Haus kommt irgendwann wieder… und dann seh’n och mich bestimmt nach dem Spielzeug auf dem Boden und Chaos zurück…
    Aber ein Saugroboter zieht bei uns auch nächsten Monat ein 😉

  3. Mona Waldbüßer sagt

    Wir haben 4 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren, mein Mann arbeitet und ich bin “nur daheim;-)
    Unterstützung von außerhalb haben wir kaum…
    Ich hab gelernt dass das größte Problem meine Ansprüche an mich selber sind, das setzt mich unter Druck und wirkt sich dann auf die ganze Familie aus.
    vor einiger Zeit hab ich ein Buch gelesen: “Einfach ich sein, lass die Hektik hinter dir und genieße dein unperfektes Leben und das tat mir so gut und hat mir ganz neu wieder die Augen geöffnet. Es muss nicht alles sein! Kann ich sehr empfehlen das Buch. Es sind alles Phasen und die Phase des blitzblank perfekt dekorierten Haus kommt irgendwann wieder… und dann seh’n och mich bestimmt nach dem Spielzeug auf dem Boden und Chaos zurück…
    Aber ein Saugroboter zieht bei uns auch nächsten Monat ein 😉

  4. rosalaub sagt

    Ich bin gerade so froh, deinen Blog gefunden zu haben und einige Anregungen bzgl. Familie und Studium. Gestern saß ich komplett überfordert und mit schnappatmung zuhause, Tränen kullerten. Ich habe 3 Kinder, Mädchen, Junge, Mädchen( 10, 6 und 10 monate) bin 36 und schreibe im Februar mein Staatsexamen für Lehramt Mittelschule, mein Unterrichtsfach ist Theologie. Momentan komme ich null zum lernen, weil die kleine so schlecht schläft, dass ich nicht mal abends Zeit habe um zu lernen. Sie ist sehr auf mich bezogen, nimmt keinen Schnuller und lässt sich nur durch mich trösten bzw. meine Brust. Die Wohnung sieht teilweise echt aus und es stört mich. Mein Mann macht was er kann, arbeitet aber auch viel. Von der Familie habe ich keine Hilfe und zu den Schwiegereltern keinen Kontakt, weil sie nur schlechtes über mich erzählt haben. Meine Strategien sind Kaffee, Raus gehen, Yoga und nicht zu streng zu mir zu sein. Aber ich werde mir einen Babysitter für das Babymädchen suchen müssen, sonst schaffe ich das examen nicht. Ich fühle mit dir!

    • prislacht sagt

      Danke für deinen Kommentar. Ich fühle total mit dir. Und auch noch Theologie!
      Bitte versuch es mit Babysittern und einer Haushaltsfee fürs Gröbste und Einkauf liefern lassen zb über allyouneedfresh

      Wo studierst du? Wir haben in Leipzig einen Kinderladen, da kann man sein Kind 1 Semester lang kostenlos stundenweise betreuen lassen.

      • rosalaub sagt

        Danke für deine Antwort. Ich studiere in Passau( Bayern ). Kinderkrippen gibt es hier viele, habe aber mein Mädchen nicht so früh in Betreuung geben wollen und mit 12 Monaten lohnt sich der Stress mit der Eingewöhnung nicht, denn bis sie eingewöhnt ist schreibe ich schon Examen!:( Hut ab vor dem Theologie Studium. Da hab ich ja nur Bruchstücke davon im studium .Finde es unglaublich spannend aber es ist auch eine Menge die man wissen muss. Wie lange studierst du schon? Lg

        • prislacht sagt

          Ja, ich wollte meine auch nicht so früh in eine Betreuung geben. Aber dann dürfen wir eigentlich nicht klagen.
          Ich studiere schon lange, habe ehrlich gesagt, den Überblick verloren:) Ich studiere einfach, bis ich fertig bin.
          Ist mein zweites Studium.

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